A 3: Neun Brücken in zwei Jahren - die A 3 zwischen Idstein und Limburg/Nord

2014 und 2015 hat das Land Hessen als Auftragsverwaltung gleichzeitig neun Brücken auf der A 3 zwischen Idstein und Limburg/Nord grundhaft erneuern lassen. Gesteuert wurde das Projekt von der DEGES (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und –bau GmbH), die als Projektmanagementgesellschaft des Bundes und zwölf Bundesländer Verkehrsinfrastrukturprojekte plant und baut. Die Bauarbeiten haben unter fließendem Verkehr stattgefunden. In diesem Streckenabschnitt sind durchschnittlich täglich 88.000 bis 94.000 Fahrzeugen unterwegs, darunter rund 13.000 bis 15.000 Lkw (Verkehrsmengenkarte 2010).

Was wurde gemacht?

Bei dieser grundhaften Erneuerung wurden die alten, in den 60er Jahren verbreiterten, Überbauten der Brücken vollständig abgebrochen und auf die Widerlager neu aufgesetzt. An der Brücke über den Elbbach konnte der Brückenüberbau erhalten werden und wurde saniert. Zusätzlich wurde auf der A 3 zwischen Niederbrechen und Dauborn in Fahrtrichtung Frankfurt auf rund drei Kilometern die Fahrbahn des Standstreifens und des rechten Fahrstreifens grundhaft erneuert.

Zwei Bauphasen

Das Projekt wurde in zwei Bauphasen eingeteilt: Im Jahr 2014 wurden die Brückenhälften in Fahrtrichtung Köln saniert. 2015 folgten die Bauarbeiten in Fahrtrichtung Frankfurt. Für den Verkehr auf der A 3 standen während der Bauzeit auch in den Baustellenbereichen weiterhin drei Fahrstreifen je Fahrtrichtung zur Verfügung. In den Wintermonaten zwischen den beiden Bauphasen wurden die Baustellen vollständig abgeräumt. Die Bundes-, Landes- und Kreisstraßen unter den einzelnen Brücken blieben weitestgehend – zweistreifig mit eingeengten Fahrstreifen oder einstreifig mit Ampelanlage – befahrbar. Vollsperrungen während der Abbrucharbeiten, dem Einheben der neuen Brückenüberbauten sowie bei Traggerüstauf- und -abbauten wurden auf einzelne Wochenenden und kurzzeitige Sperrungen reduziert.

Öffentlichkeitsarbeit

Auf einer eigenen Themenseite im Internetauftritt von Hessen Mobil wurde die Bevölkerung regelmäßig über den Baufortschritt informiert.

Bilanz

Durch den kompakten Bauablauf wurde eine kurzfristige Ertüchtigung für den Schwerlastverkehr bis Ende 2015 erreicht und zugleich der zeitliche Eingriff in den Verkehr minimiert. Das Ziel, innerhalb von zwei Jahren fertig zu werden, um die Verkehrsbeeinträchtigungen auf dieser wichtigen Pendlerstrecke so kurz wie möglich zu halten, wurde erreicht. Die Baukosten für das Gesamtprojekt betrugen insgesamt rund 21,5 Mio. Euro und wurden vom Bund übernommen.