K 77 - Ersatzneubau UF der Weserbrücke in Bad Karlshafen

Weserbrücke in Bad Karlshafen.jpg

Weserbrücke in Bad Karlshafen
Aufnahme Dezember 2016, Bild auf die vorhandene Brücke

Kurzbeschreibung des "alten" Bauwerkes vor Baubeginn

Bei der vorhandenen Weserbrücke in Bad Karlshafen, handelte es sich ursprünglich um eine 3-Feld -Bogenbrücke mit einer Gesamtlänge von ca. 140 m zwischen den Widerlagern und lichten Weiten von ca. 3 x 45 m. Der aus drei Bögen bestehende alte Überbau besaß eine Breite von etwa 7 m und stammt vermutlich aus den Jahren um 1900.

Im 2. Weltkrieg wurden zwei Felder zerstört. Ein Feld im Vorlandbereich blieb unbeschädigt. Aus den Bestandsunterlagen geht hervor, dass in einem ersten Bauabschnitt nur die zerstörten zwei Felder neu gebaut und das unbeschädigte Feld weiter genutzt wurde. Die Unterbauten blieben erhalten und in den Jahren 1948 bis 1951 zum heutigen Bauwerk ausgebaut.

In den vergangenen Jahren wurden mehrere Instandsetzungsmaßnahmen durchgeführt. Das Bauwerk wurde auf 24 t lastbeschränkt. Das jetzige "alte" Brückenbauwerk hat so große bauliche und statische Mängel, dass es durch einen Ersatzneubau ersetzt werden muss.

Kurzbeschreibung:

Beginn der Bauarbeiten und vorgesehener Bauablauf (Stand der Bauarbeiten am 19. November 2017)

Die rd. 140 m lange Weserbrücke überführt die Kreisstraße K 77 vom Bahnhof Bad Karlshafen zur Stadtmitte. Sie unterführt die Weser einschließlich Vorlandbereiche sowie einen Kurpromenadenweg. Die neue Brückenbreite beträgt insgesamt 12.00 m. Die Fahrbahnbreite beträgt je Richtungsfahrbahn jeweils 3,25 m, die beidseitigen Gehwege (Brückenkappen) werden mit einer Breite von 2,75 m hergestellt.

Das Bauwerk wird aufgrund der festgestellten Schäden durch einen Ersatzneubau an gleicher Stelle ersetzt. Nach dem Baubeginn am 10. Juli 2017 wurden die Baustraßen sowie die Baustellenflächen unter der Weserbrücke angelegt.

Die Vorschüttungsarbeiten mit Wasserbaupflaster im Weserbereich bis zum Bestandspfeiler der Achse 30 wurden mit rd. 11.500 to Wasserbaupflaster verschiedener Körnungen und Gewichtsklassen bereits eingebaut und abgeschlossen.

Aufgrund des Weserhochwassers mussten die Arbeiten ab 12. Dezember 2017 eingestellt werden und wurden am 05. Februar 2018 wieder aufgenommen.

Die Behelfsunterbauten (beide Widerlage und die zwei Betonpfeiler) wurden bereits erstellt und die Spundwände eingebaut. Zurzeit werden die Anrampungen der Widerlager mit steinigem Material erstellt und die Vorarbeiten für das Auflegen der VFT-Träger vorbereitet.

Die Stahlträger wurden gefertigt und werden zurzeit im Werk betoniert.

K 77 UF der Weserbrücke - Hochwasser der Weser mit Überflutung des Baufelds (Ende Januar 2018)
Hochwasser der Weser mit Überflutung des Baufelds (Ende Januar 2018)
K 77 UF der Weserbrücke - Blick vom Wiederlager Richtung Behelfsunterbauten (16. März 2018)
Blick vom Wiederlager in Richtung Behelfsunterbauten mit Ansicht zum Leitwerk (16. März 2018)

Ab Ende April 2018 ist das Auflegen mit zwei Schwerlastkränen der Verbundfertigteilträger auf die fertigen Behelfsunterbauten (Widerlager/Pfeiler) vorgesehen.

Anschließend wird der Überbau bewehrt, betoniert, die Brückenkappen hergestellt und die Geländer angebracht. Während der Baumaßnahme wird der Fahrzeugverkehr über die Weser größtenteils aufrechterhalten bleiben können.

Voraussichtlich ab Juli/August wird der Verkehr auf die Behelfsbrücke verlegt und die alte Brücke einschließlich deren Unterbauten abgerissen.

Nachdem die Widerlager und die zwei Pfeiler erneuert wurden, wird während einer ca. 14-tägigen Vollsperrung voraussichtlich Anfang 2019 der neue Brückenüberbau von der Behelfsbrücke auf die neuen Unterbauten der neuen Weserbrücke verschoben.

Während der Vollsperrung wird eine temporäre Überquerung der Weser für Anlieger und Rettungsdienste ermöglicht. Ebenso wird eine Umleitungsstrecke über die Forststraße in Richtung Lauenförde/Herstelle/Bad Karlshafen und zurück für den Fahrzeugverkehr eingerichtet.

Im Zuge der Planung und Bauvorbereitung der Baumaßnahme hatte die Minimierung der Verkehrsbehinderung sowie der Einschränkungen für die Bevölkerung hohe Priorität. Für die Herstellungszeit der Gesamtbaumaßnahme ist einer 24-monatigen Bauzeit veranschlagt.

Projektstatus:    Beginn der Bauausführung
Baubeginn: 10. Juni 2017
Bauende: voraussichtlich Juli 2019
Verkehrsführung: 14-tägige Vollsperrung beim Querverschub des Brückenüberbaus von der Behelfsbrücke auf die neuen Unterbauten.

Geringfügige Behinderungen durch halbseitige Verkehrsführungen bei Angleichungsarbeiten der Behelfsbrücke und Anlieferung der Stahlverbundträger.

Stand: März 2018, Projekt-HE-ID: 18913