A 4 - Kirchheim / Wildeck-Obersuhl - Grundhafte Erneuerung

Die A 4 vom Kirchheimer Dreieck bis nach Görlitz hat sich zu einer der wichtigsten Verkehrsverbindungen in West-Ost-Richtung entwickelt. Die heute vorhandene Autobahn mit den entsprechenden Bauwerken wurde in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts erstellt. Durch die Grenzöffnung ist die Verkehrsbelastung auf dem Teilabschnitt zwischen Autobahndreieck (AD) Kirchheim und Anschlussstelle (AS) Wildeck-Obersuhl stark gestiegen. Die hohe Belastung und die bisher fehlenden Stand- sowie Zusatzfahrstreifen an Steigungsstrecken führen zunehmend zu Unfällen und Staus. Um Verkehrssicherheit und -qualität zu optimieren, erfolgt die grundhafte Erneuerung der Fahrbahn mit Anbau von beidseitigen Standstreifen und Zusatzfahrstreifen in Steigungsstrecken sowie eine Verbesserung der Trasse in Grund- und Aufriss.

Die Baumaßnahme ist insgesamt in fünf Planungsabschnitte unterteilt. Diese sind wiederum in sieben Bauabschnitte gegliedert:  

Planungsabschnitt Bauabschnitt (BA) Baulängen (km) Sachstand
Kirchheim 1. BA Kirchheim West         1,105 Bestandteil des Projketes A 4/A 7 - Ausbau Kirchheimer Dreieck - in Bau
2. BA Kirchheim Ost         4,570 fertiggestellt
Bad Hersfeld West 3. BA Bad Hersfeld West         3,887 Planfeststellungsverfahren
Bad Hersfeld Ost 4. BA Bad Hersfeld Ost         6,789 Ausführungsplanung / Bauvorbereitung
Friedewald 5. BA Friedewald         5,500 fertiggestellt
6. BA Friedewald / Wildeck          4,350 Planfeststellungsverfahren
Wildeck
7. BA Wildeck         8,740 Planfeststellungsverfahren

Kartendownload:  Übersichtskarte Gesamtmaßnahme A 4

Planungsabschnitt Bad Hersfeld West

3. Bauabschnitt Bad Hersfeld West

Mit der geplanten grundhaften Erneuerung des Abschnitts Bad Hersfeld West werden ein frostsicherer Fahrbahnausbau sowie eine Optimierung der Trasse verfolgt. Gleichzeitig werden die Brückenbauwerke erneuert und auf insgesamt rund. 3,2 km Länge Lärmschutzwände im Bereich "Eichhof" und "Johannesberg" errichtet, die zu einer erheblichen Verringerung der Lärmbelastung in den Wohngebieten führen. Zusätzlich sollen beidseitig durchgehende Standstreifen und Zusatzfahrstreifen in den Steigungsstrecken auf insgesamt rund 2,4 km Länge angebaut werden. Damit wird die Verkehrssicherheit und Verkehrsqualität für die in 2020 prognostizierten 39.900 Kfz/24h mit 17 % Schwerverkehrsanteil verbessert.

Der betrachtete Planungsabschnitt schließt an den fertiggestellten Bauabschnitt Kirchheim Ost westlich der Eichhofsiedlung an und fällt südlich der Siedlung ins Fuldatal ab. Nach Kreuzung der B 62 und der DB-Strecke Bad Hersfeld-Hatterode quert die A 4 die Fuldaaue und das Gewässer der Fulda. Die Strecke verläuft dann nördlich des Johannesberges, wo eine Parkplatz- und WC-Anlage an der Richtungsfahrbahn Eisenach errichtet werden soll. Das Bauende schließt an den bereits erneuerten Abschnitt rund 400 m westlich der Anschlussstelle Bad Hersfeld an. Die Streckenlänge beträgt insgesamt 3,9 km. Als umweltfachliche Maßnahmen sind u. a. die Offenlegung des Becherbaches im Bereich der Wirtschaftswegeunterführung sowie die Verlegung des Fulda-Altarms in der Fulda-Aue vorgesehen. Die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens erfolgte am 03.09.2013.

Planungsstand:   Planfeststellungsverfahren                        
Kostenträger: Bund

Kartendownload:  Übersichtsplan Grunderneuerung Hersfeld West A 4 

Planungsabschnitt Bad Hersfeld Ost

4. Bauabschnitt Bad Hersfeld Ost

Mit der geplanten grundhaften Erneuerung sind ein frostsicherer Ausbau der Fahrbahn und eine Verbesserung der Trasse in Grund- und Aufriss vorgesehen. Gleichzeitig werden die Brückenbauwerke erneuert und auf insgesamt rund 1,4 km Länge Lärmschutzwände im Bereich "Hohe Luft/Petersberg" und "Kühnbach" erstellt, die zu einer erheblichen Verringerung der Lärmbelastung in den Wohngebieten führen. Zusätzlich sollen beidseitig durchgehende Standstreifen und Zusatzfahrstreifen in den Steigungsstrecken auf insgesamt rund 7,0 km angebaut werden. Damit wird die Verkehrssicherheit und Verkehrsqualität verbessert.

Der Planungsabschnitt Bad Hersfeld Ost schließt an die bereits fertiggestellte Anschlussstelle Bad Hersfeld an und steigt entlang der Wohnsiedlung Kühnbach und des Bad Hersfelder Stadtteils Petersberg in östlicher Richtung an. Hier soll eine Parkplatz- und WC-Anlage an der Richtungsfahrbahn Kirchheim errichtet werden. Die Strecke verläuft dann südlich der Stadtteile Sorga und Kathus und kreuzt dabei die B 62, die ehemalige Kreisbahntrasse (jetzt Solztal-Radweg) und das Gewässer der Solz. Das Bauende schließt an den Planungsabschnitt Friedewald an. Der betrachtete Planungsabschnitt hat eine Länge von 6,8 km. Der Planfeststellungsbeschluss wurde am 21.08.2014 von Herrn Minister Al-Wazir unterzeichnet. Der Planfeststellungsbeschluss ist mit Ablauf des 30.11.2014 bestandskräftig geworden. Für den ersten Teilbauabschnitt ist die Ausführungsplanung fertiggestellt.

Planungsstand:   Ausführungsplanung / Bauvorbereitung                          
Projektstatus: Zurzeit werden Versorgungsleitungen vorab umgelegt und der Durchlass BW 1086 verbreitert.
Kostenträger: Bund

Kartendownload:  Planungsabschnitt Hersfeld-Ost

Planungsabschnitt Friedewald

5. Bauabschnitt Friedewald
6. Bauabschnitt Friedewald/Wildeck (Teil Friedewald)

Mit der geplanten grundhaften Erneuerung sind ein frostsicherer Ausbau der Fahrbahn und eine Verbesserung der Trasse in Grund- und Aufriss vorgesehen. Gleichzeitig werden die Brückenbauwerke erneuert, beidseitig durchgehende Standstreifen angeordnet und Zusatzfahrstreifen in den Steigungsstrecken in Fahrtrichtung Eisenach auf eine Länge von rund 7,7 km und in Fahrtrichtung Kirchheim auf rund 3,4 km Länge angebaut.

Der Planungsabschnitt Friedewald bildet den Lückenschluss zwischen dem westlich gelegenen Planungsabschnitt Hersfeld-Ost und dem Planungsabschnitt Wildeck im Osten. Er beginnt zwischen den Anschlussstellen Bad Hersfeld und Friedewald und endet zwischen den Anschlussstellen Friedewald und Hönebach. Der Planungsabschnitt hat eine Länge von rund 8,1 km. Im Zuge der Bauausführung wurded der Planungsabschnitt Friedewald in den 5. Bauabschnitt Friedewald und den 6. Bauabschnitt Friedewald/Wildeck (in Teilen) untergliedert:

5. Bauabschnitt Friedewald

Projektstand:  Verkehrsfreigabe 29.07.2016           
Restarbeiten bis 09/2016
Baubeginn: vorgezogener Erdbau:  09/2012      
Talbrücke Großer Kessel:  12/2012        
Strecke:  August 2013
Verkehrsführung:  4-streifig
Bauende: 08/2016
Kostenträger: Bund
Projekt-HE-ID: 19465
Prjektverantwortung: DEGES

6. Bauabschnitt Friedewald/Wildeck (Teil Friedewald) 

Projektstand:         Planfeststellungsbeschluss liegt vor           
Kostenträger:        Bund

Kartendownload: Planungsabschnitt Friedewald und Bauabschnitt Friedewald

Planungsabschnitt Wildeck

6. Bauabschnitt Friedewald/Wildeck (in Teilen)
7. Bauabschnitt Wildeck

Mit der geplanten grundhaften Erneuerung sind ein frostsicherer Ausbau der Fahrbahn und eine Verbesserung der Trasse in Grund- und Aufriss vorgesehen. Gleichzeitig werden die Brückenbauwerke erneuert. Zusätzlich sollen beidseitig durchgehende Standstreifen und Zusatzfahrstreifen in den Steigungsstrecken auf 4,0 km in Fahrtrichtung Eisenach und auf 10,2 km in Fahrtrichtung Kirchheim angebaut werden. Damit wird die Verkehrssicherheit und Verkehrsqualität für die in 2020 prognostizierten 38.100 Kfz/24h mit 18 % Schwerverkehrsanteil verbessert.

Der betrachtete Planungsabschnitt schließt an den Abschnitt Friedewald östlich der Park- und WC-Anlage "Nadelöhr/Seulingswald" an. Das Abschnittsende befindet sich an der Anschlussstelle Wildeck-Obersuhl. Die Streckenlänge beträgt insgesamt 10,2 km.

Die Erneuerung des Talbauwerks Eichhorsttalbrücke ist aufgrund seines schlechten Zustandes aus dem Planungsabschnitt Wildeck herausgelöst worden. Durch eine separate Planung konnte schneller zur Baudurchführung dieses Bauwerkes gelangt werden. Die Talbrücke ist mittlerweile fertiggestellt und provisorisch an die Bestandstrassenführung im Abschnitt Wildeck angeschlossen. 

Das derzeit überschüttete Bauwerk "Unterführung K 62" im Wildecker Tal wird zu einer Talbrücke ausgebaut, um die Gradiente zu verbessern, Wildtierquerungen zu ermöglichen und den Bachlauf der Suhl offenzulegen. Im Zuge der Bauausführung wird der Planungsabschnitt in Teile des 6. Bauabschnitts Friedewald/Wildeck und den 7. Bauabschnitt Wildeck geteilt:

6. Bauabschnitt Friedewald/Wildeck (Teil Wildeck)

Planungsstand:      Planfeststellungsverfahren                         
Kostenträger:        Bund

7. Bauabschnitt Wildeck

Planungsstand:      Planfeststellungsverfahren                         
Kostenträger:        Bund

Kartendownload: Planungsabschnitt Wildeck 

Stand:  November 2017, Projekt-HE-ID: 04712/21431, 04713, 04714, 04715/19465, 04715/19466, 04716/19466, 04716/19467