B 49 - Limburg/Wetzlar - 4-streifiger Ausbau

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Übersichtsplan Bauabschnitte B 49

Die B 49 verläuft ursprünglich als 2-streifige Bundesstraße in West/Ost-Richtung zwischen den beiden Oberzentren Limburg und Wetzlar überwiegend in der ökologisch wertvollen Lahnaue.

Sie übernimmt eine wichtige Verbindungsfunktion zwischen den Großräumen Koblenz und Wetzlar-Gießen-Marburg. Hierbei verknüpft sie die A 3 bei Limburg mit der A 45 bei Wetzlar bis zur A 5 bei Reiskirchen.

Im Laufe der Zeit hat die B 49 an Bedeutung gewonnen, so dass sie heute eine Verkehrsbelastung erreicht hat, deren Leistungsfähigkeit als unzureichend einzustufen ist. Die tägliche Verkehrsbelastung (DTV, 2010) liegt in dem Abschnitt Limburg - Ahlbach bei 31180 Kfz/24h und im weiteren Verlauf bei ca. 20.000 Kfz/24h sowie 2.300 Lkw/24h. Im Bereich zwischen Solms und Wetzlar steigen die Verkehrsmengen wieder an und zwar auf ca. 27.000 Kfz/24h sowie 2.600 Lkw/24h. Der Verkehr verläuft in Teilbereichen der B 49 überwiegend in den Hauptverkehrszeiten oft nur zähflüssig. Außerdem weist die Strecke eine sehr hohe Unfallhäufigkeit auf.

Ziel der Planungsmaßnahme ist es, durch den 4-streifigen Ausbau der B 49 die Leistungsfähigkeit und Verkehrssicherheit wesentlich zu verbessern.

Kostenträger: Bundesrepublik Deutschland

Die Baumaßnahme gliedert sich in folgende 13 Abschnitte:

Bauabschnitte Sachstand
1.  AS Ahlbach - AS Obertiefenbach fertiggestellt 2008
2.  AS Obertiefenbach - Deponie Beselich fertiggestellt 2013
3.  Deponie Beselich - Gemarkung Heckholzhausen im Bau
4.  Gemarkung Heckholzhausen - AS Merenberg West fertiggestellt 2012
5.  AS Merenberg West - AS Merenberg Ost fertiggestellt 2012
6.  AS Merenberg Ost - AS Weilburg West fertiggestellt 2006
7.  AS Löhnberg - AS Biskirchen Vorbereitung Planfeststellungsverfahren
8.  AS Biskirchen - AS Tiefenbach im Planfeststellungsverfahren
9.  AS Tiefenbach - AS Leun  im Bau
10. AS Leun - AS Solms im Planfeststellungsverfahren
11. AS Solms - Solms/Kloster Altenberg im Bau
12. Solms/Kloster Altenberg - Wetzlar/Dahlheim fertiggestellt 2010
13. Wetzlar/Dahlheim - AS B 277 fertiggestellt 2003

2. und 3. Abschnitt 

Teil: Beselich/Obertiefenbach - Beselich/Heckholzhausen, Mülldeponie

Projekt-HE-ID: 04451

Der 2. Abschnitt wurde am 14.08.2013 freigegeben. Es fehlt noch ein Regenrückhaltebecken im Bereich der Aral-Tankstelle. Der Bau des Beckens wurde im Jahr 2016 begonnen und zieht sich aufgrund des Winters bis in das Frühjahr 2017.

Teil: Kreisabfalldeponie - Gemarkungsgrenze Beselich/Heckholzhausen
Projekt-HE-ID: 06212

Der Bauentwurf für die Strecke und den Bereich der Anschlussstelle Ost sind fertig gestellt. Der Streckenbau von der Deponie Beselich bis zur Kerkerbachbrücke ist fertiggestellt (noch ohne Verkehrsfreigabe). Das Brückenbauwerk 1, Überführung zur Deponie Beselich, ist abgeschlossen. Der Streckenbau von der Kerkerbachbrücke in Richtung 4. Bauabschnitt ist im Jahr 2016 fertig gestellt worden (noch ohne Verkehrsfreigabe). Die Brückenbauwerke wurden parallel erstellt und die Bauarbeiten hierzu ebenfalls im Jahr 2016 abgeschlossen.

Die Kerkerbachtalbrücke wurde im Frühjahr 2015 begonnen. Nach Fertigstellung der Brücke sind noch die Anschlüsse an den 2. und 4. Bauabschnitt sowie der Rückbau der bestehenden B 49 in diesem Teilbereich (Lückenschluss paralleler Wirtschaftsweg) sowie die beiden Regenrückhaltebecken unterhalb der Talbrücke herzustellen. Die Bauarbeiten zum Abschluss von Bauabschnitt 3 an Bauabschnitt 2 (Südfahrbahn) befinden sich zurzeit in der Durchführung.

Erwartete Fertigstellung ist 2018.

7. Abschnitt

Löhnberg bis Biskirchen
Projekt-HE-ID: 05291

Der 7. Abschnitt verläuft von Westen her kommend in nordöstlicher Richtung zwischen den Ortsteilen Löhnberg bis Leun-Biskirchen. Der Ausbau beinhaltet die Teilverlegung eines Gemeindeverbindungsweges, der durch die B 49 neu überbaut wird und die Anpassung der Wirtschaftswege. Außerdem wird die bestehende „Kallenbachbrücke“ durch einen Neubau ersetzt. Der neu angelegte Radweg wird im weiteren Verlauf mittels Bauwerk über den „Kallenbach“ geführt und an den vorhandenen bzw. verlegten Gemeindeverbindungsweg angeschlossen. Die Länge des 7. Bauabschnitts beträgt 3,2 km. In der zweiten Jahreshälfte 2017 wird ein Planfeststellungsverfahren eingeleitet. 

8. Abschnitt

Biskirchen bis Tiefenbach
Projekt-HE-ID: 06217

Der 8. Abschnitt betrifft die Gemarkungen Stockhausen und Biskirchen nördlich und Tiefenbach südlich der B 49. Die Planung umfasst den planfreien Ausbau der Anschlussstellen Biskirchen und Tiefenbach und deren Anbindung an das bestehende Straßennetz. Bestandteil des Entwurfs ist ebenfalls die Verlegung der Lahn auf etwa einem Kilometer Länge südlich von Biskirchen. Diese wird notwendig, um den nötigen ökologischen Ausgleich für die Baumaßnahme zu schaffen und den entzogenen Retentionsraum zu kompensieren. Im Anschlussbereich Biskirchen wird der Knotenpunkt vor der Ortseinfahrt in Form eines kleinen Kreisverkehrsplatzes neu gestaltet. Im Norden und Osten des Kreisels wird direkt an den Bestand angebaut. Die Zufahrtsrampe in Richtung Limburg wird verlängert. Der südliche Teil der Anschlussstelle wird komplett neu errichtet. Dort ist eine zusätzliche Einmündung vorgesehen, die als Zufahrt zu den Heilquellen und als Bedarfsumleitung der B 49 dient. Die bestehende Anschlussstelle Tiefenbach wird entsprechend den Erfordernissen des 2-bahnigen Straßenquerschnittes angepasst, so dass keine Linkseinbiege- und Abbiegeströme mehr bestehen. Die Länge des 8. Abschnitts beträgt 3,2 km. Der Planfeststellungsbeschluss wurde am 10.09.2013 unterzeichnet und ist seit 10.12.2013 bestandskräftig. Aufgrund neuer Festlegungen, in der Hauptsache bezüglich der Brückenbauwerke, ist ein Planänderungsverfahren erforderlich.

9. Abschnitt

Tiefenbach bis Leun
Projekt-HE-ID: 05292

Der Ausbau des 9. Abschnitts beginnt nördlich der Anschlussstelle Tiefenbach und verläuft von dort weiter bis zur Anschlussstelle Leun. Im Zuge des 4-streifigen Ausbaus wird die neu geplante kreuzungsfreie Anschlussstelle Leun künftig über eine Kreisverkehrsanlage an die L 3052 angebunden. Diese Anlage besitzt eine ausreichende Leistungsfähigkeit und gewährleistet eine verkehrssichere Anbindung des bestehenden Rad- und Gehwegs sowie der landwirtschaftlich genutzten Flächen. Die Länge des 9. Abschnitts beträgt 2,1 km. Das Verfahren zur Erlangung der Rechtskraft des Planfeststellungsbeschlusses ist abgeschlossen. Der Beschluss hat mit Ablauf des 25.02.2014 Bestandskraft.

Die Vorinformation zur Ausschreibung wurde am 23.11.2015 herausgegeben. Baubeginn war August 2016. Die Fertigstellung des Gesamtabschnittes ist für Ende 2020 vorgesehen.

10. Abschnitt

Leun bis Solms/ Niederbiel
Projekt-HE-ID: 06218

Der Ausbau des 10. Abschnitts beginnt östlich der Anschlussstelle Leun und endet östlich der Anschlussstelle Solms. Die Anschlussstelle Solms wird im Zuge der Ausbaumaßnahme umgestaltet. Im nördlichen Bereich der Anschlussstelle Solms werden die beiden dicht aufeinander folgenden Einmündungen B 49 / L 3283 und L 3283 / L 3020 durch einen Kreisverkehrsplatz mit einem Bypass für die Verkehrsbeziehung B 49 / L 3283 (nach Burgsolms) ersetzt. Die Länge des 10. Abschnitts beträgt 4,5 km. Derzeit läuft das Planfeststellungsverfahren, Hessen Mobil leitet voraussichtlich Anfang 2018 ein Änderungsverfahren ein.

11. Abschnitt

AS Solms - Solms/Kloster Altenberg
Projekt-HE-ID: 06219

Der Planfeststellungsbeschluss wird seit 2008 beklagt. Die Bestrebungen sind, eine zeitnahe Einigung im v.g. Streitfall zu erzielen. Die Bauarbeiten am Brückenbauwerk „Albshäuser Straße“ wurden im Frühjahr 2014 abgeschlossen. Ende 2014 wurde ebenfalls der Teilabschnitt der Stützmauer für den Höhenversatz bei Kloster Altenberg fertiggestellt. Des Weiteren wurde der Teilabschnitt von der AS Solms bis zur UF Rad- und Gehweg in 2015 fertiggestellt.

Die Arbeiten an der Unterführung des Geh- und Radwegs wurden bereits im Jahr 2011 beendet.


Stand: Juli 2017