Baumrückschnitt erhöht Verkehrssicherheit

Hessen Mobil startet landesweite Gehölzpflegearbeiten

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Gehölzpflegearbeiten B254 Fulda Großenlüder©HessenMobil
Das Bild ist im Mai 2016 nach den Gehölzpflegearbeiten im Zuge der B 254 bei Fulda entstanden. Auf einer Länge von 50 Metern wurden die Gehölze auf den Stock gesetzt. Im rechten Bildabschnitt liegen die Gehölzpflegearbeiten zwei Jahre zurück.

Um die Verkehrssicherheit auf hessischen Straßen zu erhöhen, startet Hessen Mobil Anfang Oktober mit dem großangelegten Schneiden von Sträuchern und Bäumen. "Hessen Mobil stellt mit dem Rückschnitt sicher, dass Äste entlang der Straßen nicht die Sicht auf die Fahrbahn, andere Verkehrsteilnehmer und die Verkehrsschilder versperren", sagt Hessen Mobil-Präsident Professor Gerd Riegelhuth. Die landesweiten Gehölzpflegearbeiten dauern bis Ende Februar.

Bei den landesweiten Arbeiten entlang der Straßenböschung entfernen die Straßenwärter zum einen Totholz, um die Gefahr von Unfällen durch herabfallende Äste zu vermeiden. Außerdem werden Sträucher "auf den Stock gesetzt", also bis Bodennähe verkürzt und ausgedünnt, damit sie verjüngt wieder austreiben und keine gefährlichen Hindernisse werden.

"Wir wissen um das sensible Thema in der Öffentlichkeit und gehen mit größter Sorgfalt beim Rückschnitt vor, damit tatsächlich nur das abgeschnitten wird, was nötig ist", sagt Hessen Mobil-Präsident Riegelhuth. Er weist darauf hin, dass durch den regelmäßigen Rückschnitt die Pflanzen sowie deren Wurzeln gesund bleiben. Die Erde wird dadurch gefestigt und Erdrutsche werden vermieden.

Die Grünflächen entlang Hessens Straßen sind um fast die Hälfte größer als die eigentlichen Fahrbahnflächen. Der erforderliche Aufwand für Gehölzpflegearbeiten ist daher so groß, dass er nicht alleine mit eigenen Ressourcen zu leisten ist. Aus diesem Grund werden für über eine Million Euro Fachfirmen mit den Arbeiten beauftragt sowie Spezialgeräte gemietet. "Wir haben durch entsprechende Verträge die Firmen verpflichtet, unsere Grundsätze einzuhalten", so Riegelhuth weiter.

Damit die forstwirtschaftlichen Großgeräte und das Personal möglichst wirtschaftlich eingesetzt werden, erfolgen die Arbeiten in zwei Schritten: Erst wird auf einem Streckenabschnitt geschnitten oder gefällt, danach erfolgt der gebündelte Abtransport des Schnittgutes. Ab Oktober/November lagert dieses daher zeitweise gesichert am Straßenrand.

Aus Gründen des Artenschutzes beschränkt das Bundesnaturschutzgesetz die Zeiten der Gehölzpflegearbeiten. Die Rückschnitte müssen bis Ende Februar abgeschlossen sein. Gefällt werden Bäume ausschließlich in Abstimmung mit der zuständigen Naturschutzbehörde. Um die Mitarbeiter der Autobahn- und Straßenmeistereien sowie aller beauftragten Fachfirmen, die sich während der Schnittmaßnahmen im unmittelbaren Straßenraum aufhalten, nicht zu gefährden, bittet Hessen Mobil alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer besonders aufmerksam zu fahren.

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