Häufige Fragen

1. Wieso werden diese Arbeiten überhaupt durchgeführt?

Verkehrssicherheit hat für Hessen Mobil oberste Priorität – auch bei den Gehölzpflegearbeiten. Unmittelbar am Fahrbahnrand muss die Sicht auf FußgängerInnen und Fahrzeuge – vor allem an Einmündungen und auf Verkehrszeichen – freigehalten werden. Außerdem dürfen keine Äste in den "Lichtraum" über der Fahrbahn ragen. Nicht immer muss dafür ein Baum gleich gefällt werden, in manchen Fällen genügt ein fachgerechter, regelmäßiger Rückschnitt.

2. Was macht Hessen Mobil noch?

Zusätzlich wird im Rahmen der Baumbeobachtung jährlich kontrolliert, ob die Bäume gesund sind. Ist das nicht der Fall, kann es vorkommen, dass auch eine größere Anzahl an Bäumen entfernt werden muss, um sie als potentielle Gefahrenquellen zu beseitigen.

3. Was bedeutet "auf den Stock setzen"?

Damit sich der Strauchbestand gesund entwickeln kann, müssen Gehölze – über das alljährliche Freischneiden der Lichtraum- und Sichtflächen hinaus – regelmäßig auf den Stock gesetzt werden. Das "auf den Stock setzen" ist ein Abschneiden der Bäume und Sträucher in einer Höhe von 10 bis 20 cm über dem Boden und wird in einem wiederkehrenden Turnus von längstens 20 Jahren durchgeführt. Längere Zeiträume sind pflanzenphysiologisch nicht sinnvoll, da sich die Gehölze durch einen zu engen Stand gegenseitig in die Höhe treiben und dadurch instabil werden können. Um einer daraus folgenden Verkehrsgefährdung entgegenzuwirken, ist ein Rückschnitt angebracht. Der Rückschnitt erfolgt immer in der Zeit von Oktober bis Februar des Folgejahres.

4. Wird durch das abschnittweise "auf den Stock setzen" der Gehölze nicht Natur zerstört?

Frisch bearbeitete Flächen können auf den ersten Blick kahl aussehen. Das Ausdünnen hilft allerdings der Natur dabei, sich zu verjüngen und neu aufzustellen.

"Auf den Stock setzen" führt in den Folgejahren zu einem kräftigen, innen belaubten Nachwuchs auf der Fläche. Durch den abschnittsweisen Rückschnitt der Gehölze sind Rückzugsmöglichkeiten von Kleinlebewesen in die angrenzenden, unbearbeiteten Flächen gegeben. Die langjährige Erfahrung zeigt, dass bereits in der ersten Vegetationsperiode nach dem Schnitt durch den Ausschlag der Gehölze ein Zuwachs von bis zu ca. 1 m gegeben ist.

5. Wird das entfernte Gehölz ersetzt?

Eine Nach- oder Ersatzpflanzung ist wegen der verbliebenen Wurzeln nicht möglich und vor allem nicht notwendig. Nach 2 Jahren ist das Gehölz bereits wieder zwischen 2 und 3 m hoch.

6. Was passiert mit dem abgeschlagenen Holz?

Bei Gehölzpflgearbeiten in Eigenleistung wird ein Teil abtransportiert und über einen Auftragnehmer verwertet, ein Teil wird vor Ort gehäckselt und verbleibt auf den bearbeiteten Flächen als Rückführung in den natürlichen Kreislauf. Mitunter ist vereinbart, dass die Fremdunternehmer – die von Hessen Mobil beauftragt werden, die Maßnahmen auszuführen – das anfallende Holz direkt selbst verwerten. Ist dies der Fall, wird der Unternehmer den vermutlich zu erzielenden Erlös vorab in seinem Angebot berücksichtigen.

7. Warum bleibt das Holz manchmal länger liegen?

Die Gehölzpflegearbeiten und der Abtransport der Gehölze sind zwei entkoppelte Arbeitsschritte. Hessen Mobil achtet darauf, den Zeitraum zwischen diesen beiden Schritten so kurz wie möglich zu halten. Grundsätzlich ist der Abtransport bis Ende Februar ohne weiteres möglich. Manchmal kann es zu Verzögerungen kommen, etwa wenn das Wetter nicht mitspielt oder für den Transport erforderliche Maschinen an anderer Stelle im Einsatz sind. In diesen Fällen wird mit der Naturschutzbehörde der Verbleib abgestimmt. Das Holz wird so positioniert und gesichert, dass kein Verkehrsrisiko entsteht.

8. Wer führt die Gehölzarbeiten durch?

Welche Bäume in welchem Umfang geschnitten werden müssen, um VerkehrsteilnehmerInnen vor Gefahren zu schützen, wird jährlich zwischen Hessen Mobil und der Naturschutzbehörde abgestimmt. Die konkrete Maßnahme führen schließlich entweder Mitarbeiter von Hessen Mobil oder beauftragte Fremdunternehmen aus. Die Beauftragung der Unternehmen erfolgt nach den öffentlich-rechtlichen Vergaberegeln im Wettbewerbsverfahren.

9. Geht durch den Gehölzschnitt nicht der Lärmschutz für die AnwohnerInnen verloren?

Verständlicherweise erscheint eine durch Gehölz gesäumte Straße weniger störend. Dieser subjektiv wahrgenommene "optische Lärmschutz" ist objektiv jedoch nicht vorhanden. Gehölze in der normalerweise vorhandenen Tiefe haben keine Lärmschutzwirkung.

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