Häufige Fragen - Winterdienst

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Winterdienst-Bilanz


Sind schneefreie Straßen zu erwarten?

Hessen Mobil räumt und streut zwar im Winter die Autobahnen, die Bundes-, die Landes- und die Kreisstraßen, damit Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer auch bei winterlichen Bedingungen mobil bleiben können, und geht dabei sogar deut­lich über die rechtlichen Verpflichtungen hinaus. Sommerliche Straßenverhältnisse können aber natürlich nicht erwartet werden.

Auf welchen Straßen leistet Hessen Mobil den Winterdienst?

Auf rund 16.200 km Autobahnen, Bundes-, Landes- und Kreisstraßen.

Zu welchen Zeiten beginnt Hessen Mobil mit dem Winterdienst?

Auf Autobahnen wird bei Bedarf rund um die Uhr geräumt und gestreut. Dabei können die Einsatzfahrzeuge jedoch nicht überall zugleich sein. Ein Streueinsatz dauert rund zwei Stunden, ein Räumeinsatz drei Stunden.

Auf Bundes-, Landes- und Kreisstraßen wird schon in der Nacht Dienst geleistet, damit die Strecken zwischen 6 und 22 Uhr befahrbar sind, wobei ein Einsatz jeweils planmäßig nach drei Stunden abgeschlossen ist. Bei Streu- und Räumeinsätzen werden Prioritäten nach Gefahr und Bedarf gesetzt. Strecken mit hoher Verkehrsbelastung oder neuralgische Punkte werden daher zuerst angefahren, Parkplätze oder Verbindungsrampen eher nachrangig.

Wie wissen die Meistereien, ob gestreut werden muss?

Um bereits vor Schnee und Glätte mit Streufahrzeugen vor Ort zu sein, nutzt Hessen Mobil das Straßenzustands- und -Wetter-Informationssystem SWIS des Deutschen Wetterdienstes, das regionale Prognosen der Wetterentwicklung anbietet und Wetterwarnmeldungen sendet.

Zusätzliche Informationen erhalten die 60 Autobahn- und Straßenmeistereien durch rund 80 Glättefrüherkennungssysteme im hessischen Straßennetz. Diese messen Untergrund- und Lufttemperatur sowie Luft- und Fahrbahnfeuchte.

Alle Autobahn- und Straßenmeistereien können die Werte von einem Zentralrechner abrufen und ihre Einsätze gezielt planen. Wenn anhand der Messwerte Glätte droht, rücken die Streufahrzeuge aus, um die Fahrbahnen rechtzeitig zu präparieren.

Wird vorbeugend gestreut?

Vorbeugendes Streuen spart Salz und dient der Verkehrssicherheit, weil Glätte gar nicht erst entsteht. Unsere Straßenwärterinnen und Straßenwärter greifen dabei auch auf ihre langjährige Erfahrung zurück: Sie wissen, wo es an Brücken oder nach Waldpassagen schnell glatt werden kann. Durch frühzeitige Einsätze bleiben die Straßen passierbar und die Verkehrsteilnehmenden kommen sicher an.

Salzverbrauch in den vorangegangenen Jahren

In einem durchschnittlichen Winter streuen die 60 Autobahn- und Straßenmeistereien von Hessen Mobil hessenweit rund 120.000 Tonnen Salz, im harten und lang andauernden Winter 2012/13 waren es sogar mehr als 170.000 Tonnen.

Wie hoch sind die Lagerkapazitäten?

Für den bevorstehenden Winter hat Hessen Mobil insgesamt rund 120.000 Tonnen Salz eingelagert. Das sind rund 4.900 Lastzüge, die sich auf einer Strecke von gut 100 Kilometer aneinanderreihen. Damit sind alle rund 110 Salzhallen und Silos randvoll.

Wie viele Beschäftigte kümmern sich um wie viele Kilometer Straße?

Hessen Mobil ist mit rund 1.450 Winterdienstkräften und rund 500 Fahrzeugen bei Bedarf rund um die Uhr im Einsatz.

Was sind die Herausforderung der Winterdienstfahrzeuge?

Der Räum- und Streueinsatz auf glatten und verschneiten Straßen ist eine echte Herausforderung. Erschwerend kommt hinzu, dass ein Winterdienstfahrzeug bis zu vier Meter breit ist und rund 23 Tonnen wiegt.

Damit Räum- und Streueinsätze zügig und reibungslos verlaufen, können auch Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie Winterreifen unterwegs sind, die Einsatzfahrzeuge durchlassen beziehungsweise nicht überholen und ganz allgemein Rücksicht nehmen.

Welche Salze werden gestreut?

  1. Feuchtsalz 30 (FS 30)
    Feuchtsalz ist eine Magnesiumchlorid-Lösung angefeuchtetes Streusalz (sogenanntes FS 30, also 70 % Salz und 30 % Salzlösung), das sich gleichmäßig verteilt, sehr gut haftet und schon bei kleiner Menge große Tauwirkung erzielt. Pro Quadratmeter ist damit nur noch etwa einen Teelöffel Salz notwendig. Ein Vorteil für die Umwelt.
     
  2. Flüssigkeitsstreuung (FS 100)
    FS 100, das heißt reine Natriumchlorid-Sole aus Bad Karlshafen oder Bad Nauheim wird bei gemäßigten, feuchten und trockenen Wetterverhältnissen bis -10°C eingesetzt. Bei Schneefronten, Eisregen und langanhaltenden Kälteperioden unter -10°C wirkt Sole jedoch nicht mehr ausreichend, so dass hier Feuchtsalz 30 zum Einsatz kommt.

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