Salzvorräte und Speicherkapazität

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Salzsilo

In einem durchschnittlichen Winter streuen die 60 Autobahn- und Straßenmeistereien von Hessen Mobil hessenweit rund 120.000 Tonnen Salz, im harten und lang andauernden Winter 2012/13 waren es sogar mehr als 170.000 Tonnen. Diese enormen Mengen Streumittel speichert Hessen Mobil bereits vor Wintersaison in eigens errichteten Salzlagerhallen auf den Höfen der Autobahn- und Straßenmeistereien oder in Zwischenlagern, die während der Einsätze auf den normalen Routen zeitsparend angefahren werden können.

Für den bevorstehenden Winter hat Hessen Mobil insgesamt rund 110.000 Tonnen Salz eingelagert. Das sind rund 4.500 Lastzüge, die sich auf einer Strecke von gut 90 Kilometer aneinander reihen. Damit sind alle rund 110 Salzhallen und Silos randvoll. Um Lagerkapazitäten zu erhöhen, hat Hessen Mobil 2016 vier neue Salzhallen gebaut und damit das Speichervolumen um 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr erhöht.

110.000 Tonnen Salz werden allerdings für einen normalen und erst recht für einen schneereichen und langen Winter nicht ausreichen. Hessen Mobil hat deshalb vorgesorgt: Bei Bedarf kann der Mobilitätsdienstleiter Zusatzkontingente bei Salzlieferanten nachordern. Zudem werden künftig noch weitere Salzhallen und Silos gebaut, um auf jeden Winter gut vorbereitet zu sein.

Was wir streuen?

Um Streumittel so optimal wie möglich einzusetzen, nutzt Hessen Mobil computergesteuerte Streutechnik und hoch wirksames Feuchtsalz. Ein mit Magnesiumchlorid-Lösung angefeuchtetes Streusalz (sogenanntes FS 30, d.h. 70 % Salz und 30 % Salzlösung), das sich gleichmäßig verteilt, sehr gut haftet und schon bei kleiner Menge große Tauwirkung erzielt. Pro Quadratmeter ist damit nur noch etwa einen Teelöffel Salz notwendig. Ein Vorteil für die Umwelt und den Steuerzahler.

In der Straßenmeisterei Oberweser und Friedberg wird neben FS 30 auch FS 100, das heißt reine Natriumchlorid-Sole aus der benachbarte Quelle in Bad Karlshafen bzw. Bad Nauheim bei gemäßigten, feuchten und trockenen Wetterverhältnissen von bis zu -10°C eingesetzt. Bei Schneefronten, Eisregen und lang anhaltenden Kälteperioden unter -10°C wirkt Sole jedoch nicht mehr ausreichend, so dass hier Feuchtsalz zum Einsatz kommt.

Im Rahmen eines Pilotversuchs wird FS 100 auch von den Straßen- und Autobahnmeistereien Darmstadt und Frankfurt sowie von der Autobahnmeisterei Reiskirchen eingesetzt.

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