Wie funktioniert Landespflege im Straßenbau?

Bereits in der ersten Planungsphase einer Straße wirkt die Landespflege an der Linienführung einer Straße mit. Sie untersucht, welche ökologischen Aspekte zu berücksichtigen sind.

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Bau einer Grünbrücke
Bau einer Grünbrücke

Im Zuge einer Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) werden für alle Linienvarianten die relevanten Auswirkungen auf die Schutzgüter "Mensch", "Tiere und Pflanzen", "Boden", "Wasser", "Klima", "Luft", "Landschaft", "Kultur- und sonstige Sachgüter" ermittelt und verglichen. Es gilt: den konfliktärmsten Korridor für die Straße zu finden.

Mit der FFH-Verträglichkeitsprüfung (FFH-VP)  verfolgt die Landespflege das Ziel, die Verträglichkeit eines Vorhabens mit den Erhaltungszielen eines Natura2000-Gebiets zu beurteilen.

Besonderen Artenschutz wird mit dem sogenannten Artenschutzbeitrag (ASB) , der die europäisch geschützten Arten (Anhang IV FFH-RL) und die europäischen Vogelarten (Art. 1 Vogelschutzrichtlinie) erfasst, erzielt.

Der landschaftspflegerische Begleitplan (LBP) dient auf der Ebene der Genehmigungsplanung unter anderem dazu, die Auswirkungen eines Straßenbauvorhabens auf Natur und Landschaft zu ermitteln und zu bewerten. Die Landespflege entwirft darin für unvermeidbare Beeinträchtigungen konkrete Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen.

Im landschaftspflegerischen Ausführungsplan (LAP) werden alle Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege ausführungsreif entwickelt, entsprechend den ökologischen und gestalterischen Zielen ausgearbeitet und den Phasen der Baudurchführung zugeordnet.

Letzter Schritt: Die Landespflege schreibt die konkretisierten Landschaftsbauarbeiten aus und überwacht deren Umsetzung mit einer ökologischen Baubegleitung.

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