Das Auge des Tunnels – die Tunnelleitzentrale stellt sich vor

In der Tunnelleitzentrale, kurz TLZ, in Eschwege werden alle Tunnel in der Zuständigkeit von Hessen Mobil zentral überwacht. 17 Mitarbeiter kontrollieren hier rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr, sämtliche Sicherheitssysteme in den Tunneln und nehmen Notrufe entgegen. Im Notfall werden durch die TLZ die Fahrbahnen und Tunnel gesperrt, Rettungskräfte alarmiert und Autofahrer über Lautsprecherdurchsagen oder den Verkehrsfunk im Tunnel informiert.

Seit 2003 erfolgt die Tunnelüberwachung des Schürzebergtunnels durch die Leitstelle des Werra-Meißner-Kreises. 2004 wurden dort auch die A 44 Tunnel Walberg und Hopfenberg angeschlossen. Nach Fertigstellung der A 44 von Kassel nach Herleshausen bilden deren 13 Tunnel zukünftig die längste Tunnelkette Deutschlands. Daraus entstand die Idee zur zentralen Bündelung aller Tunnelüberwachungssysteme des Landes in einer neuen Leitzentrale im nordosthessischen Eschwege. Gleichzeitig benötigte der Werra-Meißner-Kreis eine neue Rettungsleitstelle. In Kooperation wurde deshalb das gemeinsame Gefahrenabwehrzentrum mit Tunnelüberwachung entwickelt und in der Bahnhofstraße 15a gebaut. Seit 2006 arbeiten Hessen Mobil und der Katastrophenschutz des Werra-Meißner-Kreises hier zusammen.

Die Tunnelleitzentrale ist ein großer halbrunder Raum. Sechs Arbeitsplätze mit jeweils 4 Monitoren stehen zur Verfügung. An einer fast elf Quadratmeter großen Medienwand werden dauerhaft 32 Live-Videobilder aus den verschiedenen Tunneln angezeigt. Per Kamera können auch die Notrufnischen und Notausgänge von hier aus überwacht werden. Die Luft im Tunnel wird ständig kontrolliert und reguliert. Jeder Tunnel ist zudem mit Brandschutzeinrichtungen und Löschwasserversorgung ausgestattet. Zentral gesteuert wird die Tunneltechnik durch die HELiS-Software. HELiS steht für "Hessen Einheitliches Leitsystem in Straßentunneln".

"Unsere Straßentunnel zählen zu den sichersten und modernsten in Europa." sagt Peter Wöbbeking, Regionaler Bevollmächtigter Osthessen von Hessen Mobil. "Die maßgeblich von uns entwickelte HELiS-Software ist führend in Deutschland. Durch dieses Leitsystem wird die Sicherheit in hessischen Straßentunneln nochmals verbessert."

Zurzeit sind hessenweit zehn Tunnelbauwerke in der Planung, fünf Tunnelbauwerke sind im Bau und 15 Tunnelbauwerke sind im Betrieb. Alle Tunnel ab 400 m Länge erhalten eine Videoüberwachung und sind nach den Vorgaben der RABT (Richtlinien für die Ausstattung und den Betrieb von Straßentunnel) zwingend an eine Tunnelleitzentrale anzubinden.

Aktuell sind mit Videobildern folgende Tunnel an die TLZ angebunden:

  • A 66 Frankfurt – Fulda: Tunnel Neuhof
  • A 44 Kassel – Herleshausen: Tunnel Schulberg, Tunnel Walberg, Tunnel Hopfenberg
  • B 426 Nieder-Ramstadt: Tunnel Lohberg
  • B 277 Dillenburg: Tunnel Schlossberg
  • B 27 Bad Sooden-Allendorf/Oberrieden: Tunnel Schürzeberg
  • Stadt Frankfurt: Theatertunnel (Dienstleistung für die Stadt)

Ohne Videobilder sind angebunden:

  • A 3 Flughafen Frankfurt: Tunnel Rollwegbrücken WEST und Tunnel Rollwegbrücken OST
  • B 8 Limburg: Tunnel Schiede

Die Betriebstechnik aller Tunnel wird vier Mal im Jahr überprüft. Bei den Arbeiten der Dienstleistungsfirmen werden unter anderem die Elektronik, Beleuchtung, Belüftung, Brandschutzeinrichtungen und Videotechnik gewartet. Im Zuge der dafür nötigen Sperrungen können auch Unfallschäden im Tunnel behoben werden.

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Telefon: (0661) 49953 117
Email: joachim.schmidt1@mobil.hessen.de

Hessen Mobil – Straßen- und Verkehrsmanagement
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