Erster Spatenstich für Ortsumgehung Klein-Rohrheim

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Die Bundesstraße 44 wird künftig als Ortsumgehung um den Gernsheimer Stadtteil Klein-Rohrheim herumgeführt. Mit einem symbolischen ersten Spatenstich leiteten Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir und Gerhard Rühmkorf, Unterabteilungsleiter im Bundesverkehrsministerium, am Mittwoch den Bau der Brücken für die Umgehungsstraße ein.

Die Umfahrung von Klein-Rohrheim mit einer Gesamtlänge von rund 2,4 Kilometern beginnt im Bereich der Grenze zwischen den Landkreisen Groß-Gerau und Bergstraße an der bestehenden B 44. Sie verläuft parallel zur Bahn und schließt vor der Zufahrt „Maria Einsiedel“, südlich von Gernsheim, an die bestehende Südostumgehung Gernsheim an. Mit den bestehenden Umgehungen von Stockstadt, Biebesheim, Gernsheim, Groß-Rohrheim und Bobstadt wird nun mit diesem Abschnitt eine durchgängige Streckenführung außerhalb der Ortschaften geschaffen.

„Die neue Umgehungsstraße verbessert die Situation für die Anwohnerinnen und Anwohner in Klein-Rohrheim erheblich“, sagte Minister Al-Wazir. „Verkehrsuntersuchungen gehen von bis zu 90 Prozent weniger Verkehr im Ort aus. Das bedeutet auch deutlich weniger Abgase und Lärm im Ortskern und ein geringeres Risiko für Unfälle.“

Auf dem Gelände werden bereits seit einiger Zeit Erdarbeiten durchgeführt. Insgesamt vier Brücken werden im Zuge der neuen Trasse errichtet. Begonnen wird mit dem Bauwerk "Pilgerweg Nord". Die Verknüpfung mit den Zubringerstraßen südlich und nördlich von Klein-Rohrheim erfolgt über Kreisverkehre. Um die angrenzende Bebauung vor dem Lärm der Umgehungsstraße zu schützen, ist ein rund 900 Meter langer und vier Meter hoher Lärmschutzwall geplant.

Der Streckenbau soll voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2017 beginnen. Die Verkehrsfreigabe ist im Dezember 2018 vorgesehen.Mit Gesamtkosten von voraussichtlich rund 9,9 Millionen Euro zählt das Bauvorhaben zu den größeren Straßenbaumaßnahmen in der Region Südhessen. Kostenträger ist die Bundesrepublik Deutschland.

Bei der ökologischen Erfassung wurden im Baubereich der Ortsumgehung sowohl Zaun- als auch Mauereidechsen gefunden. Um eine Verletzung oder Tötung der Tiere während der Bauarbeiten auszuschließen, wurden sie vor Baubeginn in ein neu angelegtes Eidechsenhabitat umgesiedelt.

In unmittelbarer Nähe des Bauwerkes "Pilgerweg Nord" sind zudem im vergangenen Jahr bei ersten Untersuchung Überreste eines steinzeitlichen Dorfes (ungefähr 5500 v. Chr.) entdeckt worden. Zehn Grundrisse von typischen Wohnstallhäusern in Holzbautechnik, von denen sich noch die Verfärbungen der ehemaligen Standpfosten im Boden fanden, wurden dokumentiert.

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