Neue Lahntalbrücke bei Limburg eröffnet

Al-Wazir: "Sanierung des Straßennetzes vordringliche Aufgabe"

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Eröffnung Lahntalbrücke bei Limburg

Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir und Christian Weibrecht, Unterabteilungsleiter im Bundesverkehrsministerium, haben am Freitag den Neubau der Lahntalbrücke der A 3 bei Limburg dem Verkehr übergeben. Die Fahrzeuge rollen dort zunächst auf einer Spur, die beiden anderen Fahrstreifen werden in den nächsten Tagen geöffnet. Das Bauwerk ersetzt die alte, aus den 60er Jahren stammende Brücke, die den heutigen Verkehrsanforderungen nicht mehr gewachsen war. „Ab heute haben wir wieder eine sanierungsbedürftige Brücke weniger in Hessen", sagte Al-Wazir.

Der Minister bezeichnete die Sanierung des Straßennetzes als vordringliche Aufgabe. Von den 6200 Straßenbrücken in Hessen müssen 650 repariert, ertüchtigt oder ersetzt werden, da sie weder für heutige Verkehrsmengen noch heutige Achslasten ausgelegt wurden. 1960 lag das zulässige Gesamtgewicht eines Lkw bei 24 Tonnen, heute sind es 44. Zudem schädigt Streusalz die Stahlbetonkonstruktionen.

Täglich bis zu 132.000 Fahrzeuge erwartet

Die A3 ist die wichtigste rechtsrheinische Straßenverbindung zwischen dem Rhein-Main-Gebiet und dem Kölner Wirtschaftsraum. Laut Prognosen wird die Lahntalbrücke im Jahr 2020 täglich von 132.000 Fahrzeugen überquert werden, davon 18 Prozent Lkws. Im Jahr 2010 waren es noch durchschnittlich 94.000 Fahrzeuge pro Tag.

Die beiden Hälften der neuen Brücke - eine pro Fahrtrichtung - überspannen die Lahn in einer Höhe von 62 Metern. Die Fahrbahnen sind breit genug, im Falle von Bauarbeiten den Verkehr für beide Richtungen auf jeweils drei Fahrstreifen über eine der beiden Brückenhälften zu führen.

Lärmschutz für Limburger verstärkt

Auf der Brücke schirmt eine fünf Meter hohe transparente Lärmschutzwand die Verkehrsgeräusche in Richtung Limburg ab. Ab der Anschlussstelle Limburg-Nord wurde ein sechs Meter hoher Lärmschutzwall aufgeschüttet und mit einer zusätzlichen zwei Meter hohen transparenten Lärmschutzwand ausgestattet.

Die Bauarbeiten hatten im Sommer 2013 begonnen. Die erste Brückenhälfte ist seit Ende 2015 fertig und hat seitdem den gesamten Verkehr aufgenommen, so dass schon der Abriss der unmittelbar benachbarten alten Brücke starten konnte. Dies wird noch bis Herbst 2017 dauern.

Der geänderte Trassenverlauf verlangte die Anpassung der Anschlussstelle Limburg-Süd, so dass insgesamt rund 2,3 Kilometer neue Strecke entstanden sind.

Die Gesamtkosten der Maßnahme betragen 92,7 Mio. Euro und beinhalten neben dem Neubau der Talbrücke auch den Rückbau der alten Brücke und den Umbau der Anschlussstelle Limburg-Süd. Sie übertreffen die ursprünglich veranschlagte Summe um rund 13,5 Mio. Euro. Dies beruht im Wesentlichen auf allgemeinen Preissteigerungen, einer zu geringe Schätzung der Rückbaukosten und erhöhtem Aufwand bei der Verkehrssicherung. Die Gesamtkosten trägt der Bund.

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