Neue Verkehrssteuerung auf der A 3

Al-Wazir: „Staus und Unfälle reduzieren"

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A 3 Streckenbeeinflussungsanalge

Trotz weiter steigender Verkehrsbelastung auf der A3 soll der Verkehr auf einem der bundesweit am stärksten belasteten Autobahnabschnitte ab sofort besser fließen. Der hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir, der parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Steffen Bilger sowie Hessen Mobil-Vizepräsident Gerd Riegelhuth drückten am Mittwoch in der Verkehrszentrale Hessen den Startknopf für eine wichtige Erweiterung der intelligenten Verkehrssteuerung auf den Autobahnen in Hessen.  

Die neue Streckenbeeinflussungsanlage auf der A 3 deckt eine Streckenlänge von über 25,5 Kilometer ab und wird den Verkehr zwischen Wiesbadener Kreuz und der Anschlussstelle Frankfurt-Süd intelligent steuern. „Durch diese hochmoderne und intelligente Verkehrssteuerung wollen wir Staus sowie Unfälle reduzieren“, sagte Al-Wazir.  

Dieser Abschnitt der A 3 ist Teil einer der wichtigsten Verkehrsachsen Deutschlands und eine der Schlagadern für den Verkehr im Rhein-Main-Gebiet. Mit dem Frankfurter Kreuz umfasst er zudem einen der am höchsten belasteten Verkehrsknotenpunkte Europas und erschließt direkt den Frankfurter Flughafen. Der Abschnitt ist daher neben den überregionalen Verkehrsströmen durch hohes Lkw-Aufkommen sowie starke Pendlerströme und den Flughafenverkehr geprägt.  

Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur: „Personen- und Güterverkehr werden in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Um die Verkehre unfallfrei und flüssig abwickeln zu können, helfen uns Anlagen zur Streckenbeeinflussung. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und zur Verbesserung des Verkehrsflusses auf hochbelasteten Autobahnen geleistet. Der Verkehr wird damit intelligent gesteuert und Staus können so vermieden werden.“

Was bringt die neue Anlage?


1. Harmonisierung des Verkehrsflusses bei hoher Verkehrsdichte
2. Vorbeugung gegen Stauentwicklung
3. Bedarfsabhängige Freigabe des Seitenstreifens zum Befahren
4. (Teilstrecke Mönchhofdreieck - Kelsterbach)
5. Absicherung von Baustellen
6. Warnung vor Gefahrensituationen wie Unfällen
7. Warnung vor speziellen Witterungsbedingungen (z.B. Nebel)

Durch die Streckenbeeinflussungsanlage wird der Verkehr künftig in diesem Abschnitt bei hoher Verkehrsdichte harmonisiert und dadurch das Staurisiko gesenkt. Auf Gefahrensituationen wird unmittelbar hingewiesen. Die Anlage dient zugleich der Absicherung von Baustellen und Verkehrshindernissen sowie der Warnung vor widrigen Witterungsbedingungen. Erstmalig in Deutschland wird eine Schilderbrücke dieser Anlage mit einer innovativen multifunktionalen Anzeige ausgerüstet. Mit dieser können alternativ auch Verkehrshinweise und Umleitungsempfehlungen angezeigt werden.  

Im stark belasteten Bereich zwischen dem Mönchhof-Dreieck und Kelsterbach wird bereits seit einigen Jahren bei hohem Verkehrsaufkommen der Seitenstreifen zur Befahrung freigegeben. Dadurch wird die Kapazität der Strecke erhöht und Gefahren durch Stauentwicklungen werden reduziert. Die temporäre Seitenstreifenfreigabe wird mit dem heutigen Tag in die neue Streckenbeeinflussungsanlage vollständig integriert.

Grafik Durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke (DTV) auf Autobahnen in Hessen

Das Projekt mit Gesamtkosten von rund 11,5 Millionen Euro wurde innerhalb von zwei Jahren durch Hessen Mobil realisiert. Die Maßnahme wird durch den Bund im Rahmen des Projektplans Straßenverkehrstelematik mit Förderung der EU finanziert.  

Auf hessischen Autobahnen verbessern Streckenbeeinflussungsanlagen auf insgesamt 300 Kilometern Richtungsfahrbahn den Verkehrsablauf. Sie sorgen für Sicherheit und eine optimale Auslastung der vorhandenen Autobahnabschnitte. Wie alle Verkehrsbeeinflussungsanlagen in Hessen wird auch die neue Anlage von der Verkehrszentrale Hessen in Frankfurt am Main gesteuert. Hier sorgen Operatoren rund um die Uhr für eine ordnungsgemäße Funktion der Anlage.   

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