Verlegung der L 3040 zur Beseitigung des schienengleichen Bahnüberganges BÜ 3 in Ginsheim-Gustavsburg

Verkehrsfreigabe der Bahnunterführung am morgigen Mittwoch

Am morgigen Mittwoch, den 23. Juni, wird im Laufe des Nachmittags das neue Trogbauwerk im Zuge der Landesstraße L 3040 in Ginsheim-Gustavsburg für den Verkehr freigegeben.


Die zunächst für vergangenen Dienstag, den 15. Juni, angesetzte Verkehrsfreigabe musste aufgrund einer Betriebsstörung an der technischen Einrichtung des Bauwerkes kurzfristig verschoben werden.
Diese wurde zwischenzeitlich beseitigt, so dass das neue Bauwerk nun für den Verkehr geöffnet werden kann.


Zur Baumaßnahme:


Auf der vielfrequentierten Strecke waren 2014 bei einer Erhebung mittels Videoerfassung bis zu 180 Schrankenschließungen innerhalb eines Tages festgestellt worden, die rund acht Stunden Schließzeit und dementsprechend lange Wartezeiten an den Bahnübergängen bedeuteten.


Ein Ziel der Bauarbeiten war es daher, eine niveaufreie Kreuzung von Straße und Schienen zu schaffen, um die Vernetzung der beiden Stadtteile von Ginsheim-Gustavsburg zu erhöhen und die überörtliche Erreichbarkeit der Stadt zu verbessern.
Durch die optimierte Verkehrsführung und durch die künftige Trennung der Radfahrer und Fußgänger vom öffentlichen Kraftfahrzeugverkehr wird zudem die Verkehrssicherheit auf der Strecke erhöht.


Der Straßenverkehr wird ab sofort in einem Trogbauwerk unter der DB- Hauptstrecke und anschließend unter der Hafenbahn hindurchgeführt.


Die beiden Gleise der Hafenbahn wurden im Zuge der Arbeiten um etwa 6,50 Meter in Richtung Norden verlegt, um Platz für die südliche Rampe des Bauwerkes zu schaffen. Im Bereich der Bahnunterführung wurde die L 3040 auf acht Meter ausgebaut. Die Länge der straßenbaulichen Maßnahmen beträgt rund 500 Meter.


„Die Beseitigung der Schranken bedeutet nicht nur höhere Verkehrssicherheit, sondern eine längst überfällige Maßnahme zur weiteren Verbesserung der Lebensqualität unserer Bürger*innen sowie der Situation für berufliche Pendler*innen“, sagt Thies Puttnins-von Trotha, Bürgermeister der Stadt Ginsheim-Gustavsburg.


Die fertiggestellte Unterführung stelle einen wichtigen Schritt dar, um die Wege zwischen beiden Stadtteilen zu verkürzen und damit die Zusammengehörigkeit innerhalb der Stadt zu stärken. Sein Dank gelte Hessen Mobil und der Deutschen Bahn sowie allen an dem Projekt beteiligten Stellen und Firmen, die das langersehnte Vorhaben zu einem guten Abschluss geführt haben. Den Bürger*innen, die den Baulärm und andere von den Arbeiten ausgegangene Unannehmlichkeiten geduldig ertragen haben, dankt er ebenso.


Für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen wird im nächsten Schritt durch die Herstellung einer separaten Unterführung eine direkte Verbindung zwischen dem nördlichen Stadtteil von Gustavsburg mit Wohnquartieren, Versorgungseinrichtungen und Bahnhof und dem südlich der Bahnstrecken gelegenen Industrie- und Gewerbegebiet mit Hafenanlagen bis zum Stadtteil Ginsheim geschaffen. Die Bauarbeiten hierzu sollen voraussichtlich Ende 2021 beginnen.


Der geplante Rad - und Gehweg wird auf einer Strecke von rund 180 Metern zunächst die Hauptbahnstrecke unterführen, anschließend mit einer Rampe auf Straßenniveau geführt und dann die Hafenbahn wie bisher schienengleich überqueren. Damit bleibt der Bahnübergang der Hafenbahngleise für Radfahrer und Fußgänger erhalten. Probleme für die Verkehrssicherheit sind nicht zu erwarten, da auf der Hafenbahn nur wenig Betrieb herrscht. Der Bahnübergang BÜ 3 an der Hauptbahnstrecke wird nach Fertigstellung des Rad- und Gehwegtroges geschlossen und zurückgebaut. Bis dahin ist er für Radfahrer und Fußgänger noch nutzbar.

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