15 wichtige Fragen zur Gehölzpflege

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B 254 - nach dem Gehölzschnitt

1. Wieso werden diese Arbeiten überhaupt durchgeführt?

Verkehrssicherheit hat für Hessen Mobil oberste Priorität – auch bei den Gehölzpflegearbeiten. Unmittelbar am Fahrbahnrand muss die Sicht auf Fußgängerinnen und Fußgänger, auf Radverkehr und auf Fahrzeuge frei bleiben. Außerdem dürfen keine Äste über die Fahrbahn ragen. Nicht immer muss dafür gleich ein Baum gefällt werden. In manchen Fällen genügt ein fachgerechter, regelmäßiger Rückschnitt.

2. Was macht Hessen Mobil noch?

Zusätzlich wird bei der jährlichen Baumbeobachtung kontrolliert, ob die Bäume gesund sind. Ist das nicht der Fall, kann es vorkommen, dass auch mehrere Bäume entfernt werden müssen, um sie als Gefahrenquellen zu beseitigen.

3. Was bedeutet "auf den Stock setzen"?

Damit sich der Strauchbestand gesund entwickeln kann, müssen Gehölze regelmäßig "auf den Stock gesetzt" werden. Das bedeutet: Bäume und Sträucher werden in einer Höhe von 10 bis 20 Zentimetern über dem Boden abgeschnitten. Das wird in einem wiederkehrenden Turnus von bis zu 20 Jahren durchgeführt.

Längere Zeiträume sind nicht sinnvoll, da sich die Gehölze durch einen zu engen Stand gegenseitig in die Höhe treiben und dadurch instabil werden können. Weil das für den Verkehr gefährlich werden kann, ist ein Rückschnitt angebracht. Der Rückschnitt erfolgt immer in der Zeit von Oktober bis Februar des Folgejahres.

4. Wird durch das abschnittweise "auf den Stock setzen" der Gehölze nicht Natur zerstört?

Frisch bearbeitete Flächen können auf den ersten Blick kahl aussehen. Das Ausdünnen hilft allerdings der Natur dabei, sich zu verjüngen und neu aufzustellen.

"Auf den Stock setzen" führt in den Folgejahren zu einem kräftigen Zuwuchs. Bereits in der ersten Vegetationsperiode nach dem Schnitt is ein Zuwuchs von etwa einem Meter zu erwarten. Außerdem: Durch den abschnittsweisen Rückschnitt der Gehölze können sich kleinere Lebewesen in die angrenzenden, unbearbeiteten Flächen zurückziehen.

5. Wird das entfernte Gehölz ersetzt?

Eine Nach- oder Ersatzpflanzung ist wegen der verbliebenen Wurzeln nicht möglich und vor allem nicht notwendig. Nach zwei Jahren ist das Gehölz bereits wieder zwischen zwei und drei Metern hoch.

6. Was passiert mit dem abgeschlagenen Holz?

Bei unseren eigenen Gehölzpflegearbeiten wird ein Teil abtransportiert und über einen Auftragnehmer verwertet. Ein weiterer Teil wird vor Ort gehäckselt und bleibt auf den bearbeiteten Flächen - als Rückführung in den natürlichen Kreislauf.

Mitunter ist vereinbart, dass Fremdunternehmer, die von Hessen Mobil beauftragt werden, die Arbeiten ausführen und das anfallende Holz direkt selbst verwerten. Ist das der Fall, wird der Unternehmer den vermutlich zu erzielenden Erlös vorab in seinem Angebot berücksichtigen.

7. Warum bleibt das Holz manchmal länger liegen?

Die Gehölzpflegearbeiten und der Abtransport der Gehölze sind zwei getrennte Arbeitsschritte. Hessen Mobil achtet darauf, den Zeitraum zwischen diesen beiden Schritten so kurz wie möglich zu halten. Grundsätzlich ist der Abtransport bis Ende Februar ohne weiteres möglich.

Manchmal kann es allerdings zu Verzögerungen kommen, etwa wenn das Wetter nicht mitspielt oder für den Transport erforderliche Maschinen an anderer Stelle im Einsatz sind. In diesen Fällen wird mit der Naturschutzbehörde abgestimmt, dass das Holz liegen bleiben kann. Es wird so positioniert und gesichert, dass kein Verkehrsrisiko entsteht.

8. Wer führt die Gehölzpflegearbeiten durch?

Welche Bäume in welchem Umfang geschnitten werden müssen, um die Verkehrsteilnehmer vor Gefahren zu schützen, stimmt Hessen Mobil jährlich mit der Naturschutzbehörde ab. Konkrete Maßnahmen führt entweder Hessen Mobil oder ein beauftragtes Fremdunternehmen aus. Die Beauftragung der Unternehmen erfolgt nach den öffentlich-rechtlichen Vergaberegeln im Wettbewerbsverfahren.

9. Geht durch den Gehölzschnitt nicht der Lärmschutz für Anwohner verloren?

Der subjektiv wahrgenommene "optische Lärmschutz" durch Bäume an der Straße ist objektiv so nicht vorhanden. Gehölze in der normalerweise vorhandenen Tiefe haben keine Lärmschutzwirkung.

10. Unter welchen Voraussetzungen dürfen Bäume innerhalb von Alleen gefällt werden?

Hierbei handelt es sich um spezielle Einzelfälle, die intensiv geprüft werden müssen. Eine pauschale Aussage lässt sich dazu nicht treffen.

11. Wann sind Baumfällungen oder ein Gehölzschnitt außerhalb der Saison erlaubt?

Fällungen außerhalb der Saison sind aus Gründen der Verkehrssicherheit erlaubt, wenn zum Beispiel: Äste nach einem Sturm in den Verkehrsraum ragen; oder ein Baum droht umzustürzen und somit Verkehrsteilnehmer gefährdet.

12. Stichwort Gehölzpflege an Radwegen – wann ist Hessen Mobil zuständig?

Hessen Mobil ist nur dann zuständig, wenn die Unterhaltungslast des Radwegs oder des Gehölzes bei Hessen Mobil liegt. Dies ist für jeden Radweg unterschiedlich geregelt.

13. Was sind Zielbäume?

Zielbäume sind markante Einzelbäume innerhalb von Gehölzstreifen oder Gehölzflächen. Sie sind meist größer und ragen deutlich hervor. Sie geben den Gehölzstreifen eine Struktur.

14. Welche Auswirkungen hat ein extremer Sommer auf die Gehölzpflegearbeiten?

Durch die lang anhaltende Trockenheit sind Gehölze anfälliger für Schädlinge und Krankheiten. Dies betrifft vor allem ältere Gehölze und Bäume, die entsprechend gekürzt werden müssen.

15. Welche besonderen Aspekte sind bei Gehölzpflegearbeiten zu beachten?

An Bauwerken wie zum Beispiel Brücken ist regelmäßige Gehölzpflege wichtig, damit sich beispielsweise Wurzeln nicht durchdrücken können. Für regelmäßige Prüfungen ist ein freier Zugang zum Bauwerk erforderlich.

Im Vorfeld von Bau- oder Sanierungsmaßnahmen können umfangreichere Gehölzpflegearbeiten notwendig sein.

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