"ELISA" - Häufig gestellte Fragen

Allgemeine Fragen:

1. a. Wann beginnen die Bauarbeiten?
    b. Wie lange dauert der Versuch?

ELISA ist in zwei Teilprojekte gegliedert: Ziel von ELISA I ist die Planung, Genehmigung und erstmalige Errichtung aller notwendigen infrastrukturseitigen Komponenten des eHighway-Systems auf dem A5-Abschnitt zwischen Zeppelinheim und Weiterstadt. Arbeiten an der Strecke werden frühestens Anfang 2018 zu sehen sein. Gegebenenfalls wird es schon Vorarbeiten Ende 2017 geben. Danach geht es in den Betrieb der eHighway-Strecke - das Teilprojekt ELISA II - die voraussichtlich in 2019 startet. In ELISA II wird dann der realitätsnahe Probebetrieb schwerer Nutzfahrzeuge an der Pilotanlage vorbereitet und durchgeführt.
 

2. Beeinträchtigen die Bauarbeiten den Verkehr?

Der Aufbau der Anlage wird im Straßenseitenraum getätigt und hat daher für die Verkehrsteilnehmer keine negativen Folgen. Dazu wird eine Baustellenverkehrsführung entsprechend des hessischen Baustellenmanagements eingerichtet. Dabei bleiben alle Fahrstreifen erhalten.
 

3. Die Versuchsstrecke verläuft zwischen Zeppelinheim und Weiterstadt. Warum ausgerechnet diese Strecke?

Die geplante ELISA-Pilotstrecke liegt im DRIVE-Testfeld, dem deutschlandweit fortschrittlichsten Testfeld für vernetztes und automatisiertes Fahren, und bietet damit hervorragende Möglichkeiten, die Integration in den kooperativen Systemverbund für die eHighway-Infrastruktur und die Testfahrzeuge zu erproben. Ziel ist es im Feldversuch wissenschaftlich abgesicherte Ergebnisse zu erhalten. Das kann nur gelingen, wenn die zu erprobende Technik im Alltagsverkehr auf einer stark befahrenen Autobahn im Mischverkehr funktioniert. Diese Bedingungen sind auf der A 5 zwischen Zeppelinheim und Weiterstadt gegeben - nahe Flughafen und Frankfurter Kreuz mit durchschnittlich 135.000 Fahrzeugen pro Tag.
 

4. Nun hat Hessen den Zuschlag für eine der beiden Versuchsstrecken erhalten. Damit ist das Projekt angelaufen. Die Ausschreibung muss erfolgen, die Planung steht noch aus. Dann muss die Oberleitung gebaut werden. Ist es realistisch, das bis Ende 2018 zu schaffen?

Hessen Mobil wird mit Hochdruck an der Umsetzung dieses Projektes arbeiten. Ziel ist es, die Pilotanlage vollständig zu realisieren um für den Feldversuch im zweiten Schritt wertvolle Erkenntnisse zu planerischen, straßenbaulichen und straßenbetrieblichen Aspekten zu erhalten.
 

5. Das Land Hessen hat sich für die Teilnahme an diesem ersten Feldversuch zum Oberleitungs-Lkw in Deutschland beworben und den Zuschlag erhalten. Wer waren den denn die Treiber für die Bewerbung? Das Land oder die Speditionen? Wer waren den denn die Treiber für die Bewerbung? Das Land oder die Speditionen? Was war die Motivation der Landesregierung, eine Strecke für den Feldversuch auszuschreiben?

Hessen Mobil - Straßen- und Verkehrsmanagement ist als obere Landesbehörde für Planung, Bau und Betrieb des mehr als 16.000 Kilometer umfassenden, übergeordneten Straßennetzes in Hessen zuständig. Dazu zählen auch die Bundesfernstraßen, die in Auftragsverwaltung des Bundes betreut werden. Die Planung und Errichtung von Infrastrukturanlagen gehört zu den originären Aufgaben von Hessen Mobil. An der Verkehrsdrehscheibe Deutschlands, dem Rhein-Main-Gebiet, entwickelt und erprobt Hessen Mobil bereits seit vielen Jahren Lösungsansätze für die Mobilität der Zukunft. Mit Fachkompetenz im Verkehrsmanagement und langjähriger Erfahrung bei der Umsetzung wissenschaftlicher Großprojekte - wie beispielsweise sim-TD - konzipiert Hessen Mobil sowohl Lösungen für die Weiterentwicklung und Vernetzung von Verkehrsleitzentralen sowie für die Einführung einheitlicher Verkehrstelematiksysteme im transeuropäischen Verkehrsnetz und ist auch bei diesem Projekt Initiator.Das Land Hessen ist innovativer Mobilitätsstandort und begegnet den Herausforderungen wachsender Verkehre mit maßgeblichen Verbesserungen im Management des Verkehrs und modernen technologischen Methoden.

Lassen Sie uns noch festhalten: Das Projekt ELISA leistet mit seinen beiden integralen Teilprojekten einen entscheidenden Beitrag, die Vision eines weitgehend emissionsfreien Straßengüterverkehrs bereits in naher Zukunft Wirklichkeit werden zu lassen.
 

Assoziierte Partner:

6. Machen Speditionen mit und wenn ja, welche? Vier Speditionen haben sich bereit erklärt, sich an dem Testlauf zu beteiligen. Können Sie uns sagen, welche das sind, welche Art Ladung wollen diese transportieren wollen und welche Logistikzentren oder Umschlaganlagen sie anlaufen?

Die assoziierte Partner von ELISA sind

- ENTEGA AG
- HEAG mobilo AG
- Ludwig Meyer GmbH & Co. KG
- Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main e.G. (RWZ)
- Spedition Hans Adam Schanz GmbH & Co. KG

Wir befinden uns derzeit im ersten Projektabschnitt von Elisa. Hier geht es um die Realisierung der Pilotanlage.
 

7. Werden die Speditionen eine zusätzliche Förderung erhalten?

Wir befinden uns derzeit im ersten Projektabschnitt von Elisa. Hier geht es um die Realisierung der Pilotanlage.
 

8.m Im Gespräch sind fünf Lkw, die auf der A5 unterwegs sein sollen. Wie werden sich diese auf die verschiedenen Unternehmen verteilen?

Vorerst wird jedes Unternehmen mit einem Fahrzeug vertreten sein.
 

Technische Anlage:

9. Welchen Einfluss haben Eis und Schnee auf die Stromzufuhr?

Witterungsbedingte Einflüsse sollen durch entsprechende Maßnahmen ausgeschlossen werden.
 

10. Um welche Art von Strom handelt es sich?

Der Strom wird aus erneuerbaren Energien kommen.
 

11. Welche Gefahren können von den Oberleitungen ausgehen? Gibt es Sicherheitsvorkehrungen?

Sicherheit geht immer vor. Für den Betrieb des Systems gelten die gleichen Anforderungen wie beispw. auch für Straßenbahnen oder Oberleitungsomnibusse in Städten.
 

12. Können die installierten Masten auch nach dem Test für den Regelbetrieb genutzt werden?

Alle straßenseitigen Komponenten werden sicher und qualitativ gebaut und können über die Testphase hinaus genutzt werden. Eine betriebliche Wartung ist zu jeder Zeit gewährleistet. Zu evaluieren, ob und in welcher Form es einen Regelbetrieb auf deutschen Autobahnen einmal geben kann, ist eines der Kernziele von ELISA.

13. In welcher Fahrtrichtung kommt die Oberleitung?

Die Anlage wird auf der Bundesautobahn A5 zwischen den Anschlussstellen Zeppelinheim/Cargo City Süd des Frankfurter Flughafens und Darmstadt/Weiterstadt in beide Fahrtrichtungen gebaut.
 

14. Können auch normale Autos die Fahrspur nutzen?

Die Fahrstreifen werden auf der Bundesautobahn A5 uneingeschränkt nutzbar sein.
 

Ausblick

15. Sollte sich der Feldversuch bewähren, ist dann der Bau weiterer Strecken in Hessen angedacht?

First things first. Wir freuen uns auf die Aufgabe und arbeiten mit einem professionellen Team an einer erfolgreichen Umsetzung.
 

16. Was verspricht sich das Land Hessen von dem Feldversuch?

Hessen ist eine der Verkehrsdrehscheiben Europas und lebt zu einem beträchtlichen Teil von Mobilität und Logistik. Unser Bundesland braucht deshalb ein Verkehrssystem, das die wachsenden Mobilitätswünsche seiner Bürger und Unternehmen auf ökologisch und ökonomisch nachhaltige Weise befriedigt. Ein solches System muss alle Verkehrsträger und alle Formen der Mobilität sinnvoll und flexibel miteinander vernetzen.