Im Blick: Tunnelsicherheit in Hessen

Teaser Tunnel.JPG

Auto im Tunnel

Im Tunnel sind Sichtverhältnisse und Ausweichmöglichkeiten für den Fahrer – anders als auf freier Strecke – eingeschränkt. Hessen Mobil sorgt deshalb in seinen aktuell 15 Tunneln mit einer Gesamtlänge von rund 7.400 Metern für ein Höchstmaß an Sicherheit: Denn sowohl die Ausstattung entspricht dem aktuellsten Stand der Technik als auch das Notfallmanagement. Das bestätigte der ADAC Tunneltest 2010, der unter anderem den 1.080 Meter langen Lohbergtunnel bei Darmstadt für seinen hohen Sicherheitsstandard mit  „sehr gut“ bewertete. Rund 20 Millionen Euro investierten Bund und Land in den letzten Jahren in die Tunnelsicherheit in Hessen.

Herzstück der Tunnelsicherheit in Hessen ist die Tunnelleitzentrale (TLZ) in Eschwege. Eine bundesweit einmalige Einrichtung, betrieben von Hessen Mobil und dem Werra-Meißner-Kreis. Rund um die Uhr werden von hier alle Sicherheitssysteme wie automatische CO-Messung, Lichtregelung, Lüftungssteuerung und Branderkennung hessischer Straßentunnel über 400 Meter überwacht und Störungen umgehend beseitigt. Kommt es doch einmal zum Ernstfall, steuern die Tunnelexperten in der Tunnelleitzentrale das Notfallmanagement: In Sekunden wird der Tunnel gesperrt, Einsatzkräfte alarmiert, Verkehrsteilnehmer/innen per Lautsprecheranlage und über den Verkehrsfunksender im Tunnel informiert.

Tunnelüberwachung und Steuerung

Mit einer 24-Stunden-Rufbereitschaft setzt Hessen Mobil zudem spezialisierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Autobahn- und Straßenmeistereien im Notfall vor Ort ein. Um dieses hohe Sicherheitsniveau konstant zu garantieren, überprüfen wir regelmäßig Sicherheitstechnik und Tunnelbauwerk, üben den Ernstfall mit allen beteiligten Einsatzkräften und schulen kontinuierlich unser Bereitschafts- und Betriebspersonal. Der Einsatz eines Sicherheitsbeauftragten dient als Qualitätssiegel für die Sicherheit in Hessens Straßentunneln. Mit der Wiederinbetriebnahme des sanierten Tunnel Schürzeberg, der erstmaligen Verkehrsfreigabe des Tunnel Schulberg auf der A 44 und der Verkehrsfreigabe des Tunnel Neuhof auf der A 66 wurde im Jahr 2014 erstmalig ein Hessen Einheitliches Leitsystem für Straßentunnel (HELIS) eingeführt. Auf der  Grundlage der Software WinCC OA wurde HELIS als einheitliches Leitsystem zur Tunnelüberwachung und Steuerung entwickelt. Durch dieses Leitsystem wird die Sicherheit der Tunnelnutzer in hessischen Straßentunneln nochmals verbessert. Dieses maßgeblich von Hessen Mobil entwickelte Leitsystem findet mittlerweile Anerkennung und Interessenten über die Landesgrenzen von Hessen und der Bundesrepublik hinaus.

Hessen – ein Tunnelland?

Mit dem 2.715 Meter langen Saukopftunnel in Südhessen/Baden-Württemberg als längster einröhriger Straßentunnel nördlich der Alpen und dem Weilburgtunnel als bundesweit einmaliges Tunneldreieck von Wasser, Schiene und Straße, ist Hessens Tunnelbilanz überdurchschnittlich. Derzeit befinden sich darüber hinaus fünf Tunnel im Bau, daneben werden zehn weitere mit einer Gesamtlänge von rund 8.480 Meter aktuell geplant. Davon allein sieben für den Neubau der A 44 zwischen Kassel und Herleshausen. Innerhalb dieser künftig längsten Tunnelkette Deutschlands hat Hessen Mobil im Juni 2013 mit dem Bau des zweitlängsten Autobahntunnel Deutschlands, dem 4.100 Meter langen Tunnel Hirschhagen, begonnen.   

Hessen-Navigator

Wie können wir Ihnen helfen? Geben Sie einen Suchbegriff ein.