Baustelle A 3

Am 28.07. starten die Vorarbeiten für die 5,9 Kilometer lange Fahrbahnerneuerung auf der A3 zwischen dem Offenbacher Kreuz und der Anschlussstelle Obertshausen. Das Projekt, das bis circa Anfang Oktober andauert, stellt Hessen Mobil vor große Herausforderungen, denn der Streckenabschnitt ist mit durchschnittlich rund 133.000 Kfz am Tag einer der am stärksten belasteten Autobahnabschnitte in Hessen. Eine Baustelle in diesem Abschnitt einzurichten und möglichst so abzuwickeln, dass der Verkehr nicht zum Erliegen kommt, dafür bedarf es innovativer Ideen.


Hessen Mobil setzt daher erstmalig auf Autobahnen eine neuartige Verkehrsführung ein, die sogenannte Wechselverkehrsführung. Wie bei allen anderen Dauerbaustellen in Hessen gilt im Fall der Fahrbahnerneuerung auf der A 3 die Vorgabe, die Anzahl der Fahrstreifen -- einschließlich des temporär geöffneten Seitenstreifens -- nicht zu reduzieren. Da die Fahrbahnbreite jedoch neben dem Baufeld nur Platz für insgesamt sieben Fahrstreifen lässt, wird die Verkehrsführung in der Baustelle zweimal täglich an die sich verändernden Verkehrsmengen angepasst. Von den insgesamt sieben Fahrstreifen werden dem Verkehr in der Rushhour morgens in Fahrtrichtung Frankfurt und nachmittags in Fahrtrichtung Würzburg jeweils vier Fahrstreifen zur Verfügung gestellt. Dafür wird der mittlere der sieben Fahrstreifen wechselweise für die beiden Fahrtrichtungen freigegeben.


Dieses neue Verkehrskonzept verhindert nicht nur, dass die Baustelle auf diesem hoch belasteten Streckenabschnitt nicht zu noch mehr Verkehrsbehinderungen führt, sondern es spart auch bare Münze: Die zusätzlichen Staus, die durch die dauerhafte Wegnahme eines Fahrstreifens auf der A3 in der Rushhour während der Baustellendauer entstehen würden, verursachen laut Berechnungen der Ruhr-Universität Bochum volkswirtschaftliche Kosten in Höhe von etwa sechs Millionen Euro.