Übersichtskarte OU Reiskirchen

B 49 - Reiskirchen / Lindenstruth

Die geplante Ortsumgehung soll die aktuelle Ortsdurchfahrten Reiskirchen und Lindenstruth vom Durchgangsverkehr, insbesondere vom Schwerverkehr, entlasten.

Die Ortsumgehung Reiskirchen und Reiskirchen-Lindenstruth ersetzt als vordringliche Maßnahme des Bundesverkehrswegeplans 2030 ein Teilstück der Bundesstraßenverbindung von Gießen über Grünberg nach Alsfeld. Die geplante Trasse verläuft südlich von Reiskirchen und Lindenstruth. Aktuell laufen die Vorbereitungen zum Bau der Ortsumgehung.

Laut Verkehrsnetzplanung des Bundes soll dieser Streckenabschnitt der B 49 verkehrlich leistungsfähiger gestaltet und qualitativ verbessert werden. Außerdem ist es das Ziel, die Verkehrsbelastung entlang der Ortsdurchfahrten von Reiskirchen und Lindenstruth zu vermindern, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und damit auch die Wohnqualität für die Bewohnerinnen und Bewohner der angrenzenden Bebauung zu verbessern.

Die neue Ortsumgehung von Reiskirchen und Lindenstruth wird rund 4,4 Kilometer lang sein. Der Planfeststellungsbeschluss ist seit September 2023 bestandskräftig. Die Ausführungsplanung für die neuen Brückenbauwerke ist bereits fertiggestellt, während die Ausführungsplanung für den Streckenbau schon weit fortgeschritten ist.

Die für den Bau der Trasse benötigten Flächen werden über ein Flurbereinigungsverfahren gesichert. Die Landbereitstellung durch Ankauf von Grundstücken und Besitzüberlassungserklärungen wird durch das Amt für Bodenmanagement Marburg in Zusammenarbeit mit der Hessischen Landgesellschaft sichergestellt.

Die nach dem Planfeststellungsbeschluss erforderlichen landespflegerischen Vorabmaßnahmen sind umgesetzt. So wurden mehrere Kleingewässer geschaffen und ein bestehender Teich entschlammt und freigestellt, um die Laubfroschpopulation im Naturschutzgebiet „An der Josoller bei Hattenrod“ zu fördern. 

Außerdem wurden eine Streuobstwiese am Ortsrand von Reiskirchen ebenso angelegt wie Leitstrukturen für Fledermäuse und ein Ersatzhabitat für Zauneidechsen, das vor allem aus Steinhaufen, Totholz und Sandlinsen besteht.  

Seit September 2024 ist zudem an vier Standorten die Einsaat von Äckern zur Schaffung von artenreichem Grünland abgeschlossen. Diese insgesamt rund fünfeinhalb Hektar großen Grünlandflächen werden weiterhin landwirtschaftlich genutzt.

Der geplante Baubeginn beim Projekt verzögert sich, da der Bund als Bauherr die dafür notwendigen Mittel gegenüber dem Land Hessen als Auftragsverwaltung für die Bundesstraßen bisher nicht freigegeben hat.

 

Planungsstand:Die Maßnahme ist planfestgestellt. Der Planfeststellungsbeschluss ist bestandskräftig. Die für den Bau benötigte Mittelfreigabe des Bundes steht noch aus.
Kostenträger:Bund

Stand: Februar 2025, Projekt-HE-ID: 03586

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