Die B 44 verläuft derzeit über eine Länge von rund 1,4 Kilometern durch Dornheim. Rund 15.000 Kraftfahrzeuge rollen täglich durch den Ort, darunter ein großer Anteil an Schwerlastverkehr.
Die hohe Fahrzeugmenge, zufahrender Verkehr aus den umliegenden Kreisstraßen sowie der innerörtliche Geh- und Radverkehr führen vor allem in Pendlerzeiten zu Staus. Auch Lärm und Abgase belasten die Anwohner Dornheims erheblich.
Die neue Umgehungsstraße wird etwa 5,1 Kilometer lang und beginnt 700 Meter nördlich von Dornheim an der bestehenden B 44. Sie führt in einem großen Bogen westlich um Dornheim herum und schließt etwa 500 Meter südlich des Knotenpunktes der neuen B 44 mit der B 26 / L 3096 wieder an die bestehende B 44 an.
Drei Kreisverkehrsplätze werden den künftigen Trassenverlauf prägen. Der neue Knotenpunkt „Nord“ schließt die Ortsdurchfahrt (OD) Dornheim sowie einen ländlichen Verbindungsweg an die neue Straße an. Dieser dient neben der landwirtschaftlichen Nutzung auch als Anbindung des Betriebsstandortes der Hessenwasser GmbH & Co. KG sowie der Erschließung der Aussiedlerhöfe. Der neue Kreisverkehrsplatz „Mitte“ verbindet die Kreisstraße K 157 mit der Ortsumgehung Dornheim. Die neue Straße schwenkt dann nach dem neuen Kreisverkehrsplatz „Süd“ mit der B 26 und der L 3096 wieder auf die bestehende B 44 bis zum Bauende südlich der B 26 / L 3096 ein.
Im Bereich der bestehenden Taunusstraße ist eine Unterführung vorgesehen, so dass die Radwegeverbindung der regionalen Radroute 27 des Landkreises Groß-Gerau zwischen Dornheim und Wallerstädten weiterhin gewährleistet werden kann.
Die geplante Umgehungsstraße bewirkt eine erhebliche Verkehrsentlastung der B 44 in Dornheim – rund 60 Prozent weniger Autos und Lkws werden nach ihrer Fertigstellung durch den Ort fahren. Die Verkehrssicherheit in der Ortslage wird verbessert und die vorhandene Lärm- und Abgasbelastung der Anwohner reduziert.
Bauablauf
Der Planfeststellungbeschluss wurde am 20. September 2022 unterschrieben. Seit dem 8. März 2023 hat er Bestandskraft erlangt.
In der zweiten Jahreshälfte 2023 wurde daher mit den ersten Maßnahmen zum Natur- und Artenschutz begonnen. Zudem musste die zukünftige Trasse vermessen werden. Bauvorbereitend waren Kampfmittelsondierungen erforderlich, archäologische Stätten wurden erkundet und erfasst sowie diverse Leitungen verlegt.
Die Bauarbeiten sollen im Sommer 2026 mit der Schüttung des Straßendamms und der Dammschüttung für die drei Kreisverkehrsplätze im Zuge der Ortsumgehung starten.
Insgesamt werden die Arbeiten bis Sommer 2029 andauern.
Nach der Verkehrsfreigabe muss noch der Rückbau der alten B 44 sowie der Baustelleneinrichtungsflächen durchgeführt werden. Die derzeitige Bundesstraße wird mit der Verkehrsfreigabe der Ortsumgehung zwischen dem Knotenpunkt mit der K 158 in Richtung Wolfskehlen und dem Bauende auf einer Länge von rund 1,8 km zurückgebaut und in der kompletten Ortslage zur kommunalen Straße abgestuft.
Stand: Februar 2026, Projekt-HE-ID: 18732