B 43 Querspange Kelsterbach

Südhessen

B 43: Erneuerung der Brückenbauwerke an der Querspange Kelsterbach

Hessen Mobil: Bauarbeiten zur Anpassung der Straßenanschlüsse beginnen am 14. September

Am Montag, den 14. September beginnen im Auftrag von Hessen Mobil die Bauarbeiten am Ersatzneubau des Zentralbauwerkes, das an der Querspange Kelsterbach zwischen Kelsterbach und Frankfurter Flughafen die Bundesstraße B 43 überführt.

Oberhalb des neuen Brückenbauwerks müssen nach Fertigstellung des Ersatzneubaus noch die Anschlüsse zur Fahrbahn der B 43 bis in die Rampen angepasst werden.

Die Baumaßnahme wird in drei Bauabschnitte jeweils unter halbseitiger Sperrung verschiedener Fahrspuren oberhalb auf der Brücke durchgeführt und soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Begonnen werden die Arbeiten auf dem Bauwerk mit dem ersten Bauabschnitt auf der rechten Fahrspur in Fahrtrichtung Kelsterbach.

Dem Verkehr steht währenddessen nur eine Fahrspur in Richtung Kelsterbach zur Verfügung.

Zudem ist die Abfahrt von der B 43 aus Richtung Flughafen oberhalb der Brücke auf die A 3 in Fahrtrichtung Köln gesperrt (siehe Abbildung).

Die ausgeschilderte Umleitung für diese gesperrte Rampe führt aus Richtung Flughafen auf der B 43 weiter in Fahrtrichtung Kelsterbach und die B 40 bis zum Schwanheimer Knoten und dann als Wendefahrt zurück auf die B 43 zur Abfahrt auf die A 3.

Auch kann von der A3 in Fahrtrichtung Frankfurt nicht auf die B 43 oberhalb der Brücke in Richtung Kelsterbach abgefahren werden.

Der Verkehr wird hier über die B 43 Abfahrt Flughafen, weiter auf den Airportring und die Mörfelder Straße bis nach Kelsterbach umgeleitet.

Zur Baumaßnahme

Das alte Brückenbauwerk aus dem Jahr 1971/1972 wurde vergangenes Jahr durch eine neue Brücke an gleicher Stelle ersetzt.

Um ein größeres Lichtraumprofil unter der neuen Brücke zu erhalten, wurde diese höher

gebaut. Die Straßenanschlüsse zur B 43 wurden zunächst nur provisorisch an die neue höhere Brücke angeschlossen.

Im Rahmen der jetzigen Baumaßnahme werden die Anschlüsse mit einer neuen Gradiente zwischen Fahrbahn und Brückenbauwerk hergestellt.

Die bestehende Fahrbahn wird bis in die Zu- und Abfahrten der Rampen hinein maximal 26 Zentimeter tief abgefräst. Dabei kommt eine 3D-Präzisionsfrase mit einem 3D-Nivelliersystem zum Einsatz. Der Mittelstreifen wird etwa 30 Zentimeter tief ausgehoben.

Danach wird die neue Fahrbahndecke im jeweiligen Bereich in Niedertemperaturasphalt eingebaut.

Neben der Anpassung der Höhen werden die Fahrzeugrückhaltesysteme, die passive Schutzeinrichtung an Straßen, final hergestellt. Im Zuge des Ersatzbaus wurden Teil der Fahrzeugruckhaltesysteme zurück gebaut, um Platz für die Brückenbaustelle zu schaffen.

Dazu werden von der neuen Brücke aus Stahlleitplanken in den vier Auf- und Abfahrten zur B 43 neu errichtet. Im Bereich des Mittelstreifens wird von der Brucke nach Süden eine doppelte Stahlschutzleitplanke gebaut und mit der Übergangskonstruktion der Brücke verbunden.

Nach Norden hin wird unterhalb der Brücke ebenfalls eine doppelte Stahlschutzplanke gerammt. Da hier ein Entwässerungskanal unter dem Mittelstreifen liegt, muss in diesem Bereich beidseitig des Mittelstreifens eine Betonschutzwand hergestellt werden.

Diese neue Betonschutzwand wird danach am nördlichen Ende an die bestehende Betonschutzwand angeschlossen. Auf den neu hergestellten Schutzeinrichtungen werden abschließend Aufsatzleitpfosten montiert.

Zudem wird im Rahmen der Bauarbeiten das Entwässerungssystem finalisiert, das ebenfalls zunächst nur provisorisch angelegt wurde.  An Stelle des Provisoriums werden entsprechend der neu geplanten Höhen der Fahrbahn Rundborde neu gesetzt sowie ein kompletter Straßeneinlauf mit Leitungen hergestellt.

Die Kosten der Baumaßnahme belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro und werden vom Bund getragen.

Zum Ersatzneubau der Querspange

Die B 43 vom Flughafen kommend wird als Querspange Kelsterbach bezeichnet, aus Richtung Frankfurt Süd kommend verläuft die B 43 parallel zur A 3 bis zur Querspange. Die Knotenpunktform ist ein klassisches Kleeblatt.

Das Zentralbauwerk dieses Kleeblattes musste auf Grund von zahlreichen Schäden, entstanden durch die hohen Beanspruchungen aus Verkehr, Tausalze und Witterung erneuert werden.

Da sich das Bauwerk B 43 – Querspange Kelsterbach in einem verkehrlich stark frequentierten und sensiblen Bereich befindet, kam bei der Herstellung des Brückenneubaus ein innovatives Bauverfahren zur Anwendung, welches die Bauzeiten und insbesondere den Eingriff in den Straßenverkehr gegenüber den konventionellen Bauarten erheblich reduzierte.

Bei dem gewählten Bauverfahren wurden vor Ort neben den bestehenden Teilbauwerken die Ersatzbauwerke hergestellt. Waren diese fertiggestellt, wurden die Bestandsbauwerke abgebrochen und die neuen Bauwerke auf die alte Position der Bestandsbauwerke "eingeschoben". Dadurch konnten während der Bauzeit alle vorhandenen Verkehrsbeziehungen im Bereich der Querspange möglichst lange erhalten bleiben und die Anzahl und Dauer von notwendigen Vollsperrungen so gering wie möglich gehalten werden.

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Portraifoto Anna Lena Lumpp

Anna-Lena Lumpp

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