An der Kreisstraße 630 zwischen Rüdesheim und Geisenheim hat eine von Hessen Mobil beauftragte Fachfirma unsachgemäß Bäume bearbeitet – entgegen den vertraglichen Vorgaben und während der gesetzlich geschützten Brut- und Setzzeit. Damit wurde mutmaßlich gegen das Bundesnaturschutzgesetz verstoßen. Der Vorfall wird bereits fachlich und juristisch geprüft.
Die Firma war zwar entlang dieses Streckenabschnitts im Auftrag von Hessen Mobil im Einsatz, allerdings lediglich mit zulässigen Arbeiten beauftragt, unter anderem der Entfernung von Totholz. Die Arbeiten darüber hinaus erfolgten eigenmächtig und ohne Abstimmung mit der Straßenmeisterei.
Weitere Schädigungen verhindert
Nach einem externen Hinweis reagierte die zuständige Straßenmeisterei Geisenheim umgehend und stoppte die Arbeiten. So konnte verhindert werden, dass weitere Bäume geschädigt werden. Insgesamt sind 10 von 28 Bäumen betroffen.
Eine erste Einschätzung vor Ort durch die Baumkontrolle von Hessen Mobil ergab, dass aktuell keine Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit besteht.
Der Artenschutz ist nach derzeitigem Stand ebenfalls nicht betroffen.
„Wir nehmen solche Vorfälle sehr ernst“, betont Eduard Meier, Leiter der Straßenmeisterei Geisenheim. „Unser Ziel ist es, die Gesundheit der Straßenbäume zu erhalten und gleichzeitig dem Natur- und Artenschutz gerecht zu werden.“
Die Restarbeiten – insbesondere das Entfernen verbliebenen Totholzes – werden zeitnah durch eine andere qualifizierte Fachfirma durchgeführt.
Hessen Mobil stimmt das weitere Vorgehen eng mit den zuständigen Behörden ab und wird nach Abschluss der Untersuchungen über die Ergebnisse informieren.