Radwegemarkierung

Südhessen

K 38: Grundhafte Instandsetzung der Wehrbrücke in Hirschhorn

Hessen Mobil: Nächtliche Sperrung des Geh- und Radwegs

Im Zuge der Bauarbeiten zur grundhaften Erneuerung der Wehrbrücke in Hirschhorn wird nächstes Wochenende die Gussasphaltdeckschicht auf der Brücke eingebaut.

Die Arbeiten müssen in voller Fahrbahnbreite ausgeführt werden, weshalb aus Sicherheitsgründen auch der Geh- und Radweg gesperrt werden muss.

Von Freitag, den 18. September bis Montag, den 21. September können Fußgänger jeweils von 19:00 Uhr abends bis morgens um 07:00 Uhr die Brücke in beiden Richtungen nicht passieren.

Tagsüber kann die Brücke vom Fuß- und Radverkehr weiterhin wie gewohnt genutzt werden.

Allgemeine Verkehrsführung

Die gesamten Arbeiten finden weiterhin unter Vollsperrung der Fahrbahn auf der Brücke statt.

Die beschilderte Umleitung für den Kraftfahrzeugverkehr zwischen Hirschhorn und Ersheim erfolgt während der Vollsperrung weiterhin über Schönbrunn/Moosbrunn und Eberbach.

Für den Anliegerverkehr gilt die beschränkte Behelfszufahrt über die Brentanostraße und die Rettungszufahrt am Tunnel Hirschhorn zur Bundestraße B 37. Die Verkehrsführung an der Einmündung der Behelfszufahrt auf die B 37 erfolgt mittels dreiphasiger Ampelregelung.

Zur Baumaßnahme

Neben der Verbindungsfunktion zwischen den beiden Hirschhorner Stadtteilen dient die Wehrbrücke zur Anbindung des Flusskraftwerks der Neckar AG, als Revisionsweg zu den Wehrpfeilern und als Leitungsbrücke für Wehr- und Kraftwerksbetreiber sowie den verschiedenen Versorgungsunternehmen.

Die Wehrbrücke wurde im Zuge der Errichtung der Neckarstaustufe Hirschhorn in den Jahren 1931 bis 1935 als genietete Stahlkonstruktion errichtet und 1979/1980 umgebaut und erweitert. Die Wehrbrücke setzt sich aus zwei Teilbrücken zusammen, der zweifeldrigen Schleusenbrücke auf der Seite Ersheims und der namensgebenden dreifeldrigen Wehrbrücke auf Hirschhorner Seite.

Beide Stahlkonstruktionen besitzen einen offenen Querschnitt aus einem zweistegigen Plattenbalken und einer orthotropen Fahrbahnplatte aus Stahl.

Die Wehrbrücke weist sichtbare Korrosionsschäden an der Überbaukonstruktion und insbesondere eine Spaltkorrosion an den Verstärkungsblechen der Längsträgeruntergurte auf. Hier wölben sich die Stahllaschen infolge der Volumenvergrößerung des rostenden Stahls auf.

Da die Spaltkorrosion weiter fortschreitet und sich der Druck auf die Verstärkungsbleche weiter erhöht, besteht für die Instandsetzung der Längsträgeruntergurte der Brücke ein dringender Handlungsbedarf. Um die Verkehrssicherheit und die Standsicherheit des Bauwerks dauerhaft zu gewährleisten, ist die geplante Baumaßnahme zwingend erforderlich.

Zur Beseitigung der Spaltkorrosion an den Brückenträgern müssen die Verstärkungsbleche an den Längsträgeruntergurten sowohl in den einzelnen Brückenfeldern als auch über den Innenstützungen ausgebaut und erneuert werden. Dabei müssen je Hauptträger mehrere hundert Nieten aus der Stahlkonstruktion gelöst werden. Bevor die Hauptträger zerlegt werden können, muss das jeweilige Brückenfeld und der Hauptträger statisch über eine Hilfskonstruktion auf der Brücke entlastet werden. Hierfür sind aufwendige Auswechsel- und Gerüstbauten erforderlich. Diese Bauarbeiten am teilweise demontierten Hauptträger können aus statischen Gründen nur unter Vollsperrung der Brücke erfolgen.

Die Bauarbeiten zur grundhaften Erneuerung der Wehrbrücke in Hirschhorn werden nach derzeitiger Planung Ende 2026 abgeschlossen.

Kontakt

Portraifoto Anna Lena Lumpp

Anna-Lena Lumpp

Regionalbüro Südhessen

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