Die aktuellen Bauarbeiten in der Ortsdurchfahrt von Nieste schreiten gut voran. Ab dem 13. April beginnt der Umbau des zentralen Verkehrsknotens im Ort, an dem die Witzenhäuser Straße sowie die Kasseler Straße und die Kaufunger Straße zusammenkommen. Damit ändert sich auch die innerörtliche Baustellenverkehrsführung.
Der Umbau dieses Kreuzungsbereichs stellt die größte Herausforderung der gesamten Baumaßnahme dar. Hier treffen alle wesentlichen Verkehrsadern Niestes zusammen, was die Arbeiten besonders komplex macht. Aufgrund des erheblichen Arbeitsumfangs und der Vielzahl an notwendigen Eingriffen in die Infrastruktur muss der gesamte Knotenpunkt für den Verkehr voll gesperrt werden.
Als Umleitung steht die Straße „An der Kirche“ zur Verfügung. Da diese Straße sehr schmal ist, wird der Verkehr dort durch eine Baustellenampel geregelt.
Für den Schwerverkehr wird eine gesonderte Umleitung über Heiligenrode und Uschlag eingerichtet. Zu möglichen Auswirkungen auf den Linienbusverkehr wird der Nordhessische VerkehrsVerbund die Öffentlichkeit bei Bedarf informieren.
Uns ist bewusst, dass die Umleitungsregelung insbesondere für die Anwohnerinnen und Anwohner der Straße „An der Kirche“ mit einer deutlich erhöhten Verkehrsbelastung verbunden ist. Hierfür bitten wir ausdrücklich um Verständnis und bedanken uns bereits jetzt für die Geduld und das Entgegenkommen während der Bauphase.
Im weiteren Verlauf der Witzenhäuser Straße werden die Arbeiten fortgesetzt. Dieser Abschnitt der Landesstraße bleibt weiterhin für den Verkehr gesperrt.
Voraussichtlich Mitte Juli werden die Bauarbeiten so weit fortgeschritten sein, dass die komplette Witzenhäuser Straße wieder für den Verkehr freigegeben werden kann. Gleichzeitig wird auch der zentrale Verkehrsknotenpunkt in Nieste wieder befahrbar sein. Damit wird dann die Verbindung nach Kleinalmerode wieder zur Verfügung stehen.
Unmittelbar im Anschluss werden die Arbeiten in der Kasseler Straße starten, die dann ebenfalls voll gesperrt werden muss.
Informationen zur laufenden Baumaßnahme
Hessen Mobil erneuert die Fahrbahn der Ortsdurchfahrt der Landesstraße L 3237 in Nieste. Gleichzeitig baut die Gemeinde Nieste die Gehwege und Bushaltestellen in der Ortslage aus. Der Wasserverband Peine führt Arbeiten an den Ver- und Entsorgungsleitungen durch. Die Baumaßnahme startete im Mai 2025 und dauert voraussichtlich bis Ende 2026.
Wie wird der Verkehr gelenkt?
Gebaut wird zunächst in dem Teil der Landesstraße, der zur Witzenhäuser Straße gehört. Dafür ist die Niester Ortsdurchfahrt ab Mai 2025 von und nach Richtung Kleinalmerode voll gesperrt. Der Verkehr wird aktuell über Oberkaufungen, Helsa und Großalmerode umgeleitet.
Ab Sommer 2026 soll in der Kasseler Straße gebaut werden. Dann wird die Landesstraße in Nieste von und nach Richtung Uschlag gesperrt. Der Durchgangsverkehr wird in dieser Zeit ab Heiligenrode über die Kreisstraße entlang des Sensensteins und der Königsalm geleitet. Die Umleitungsstrecken werden in beide Richtungen ausgewiesen.
Was wird gebaut?
Hessen Mobil erneuert den kompletten rund 1,9 Kilometer langen Teil der Landesstraße, der sich auf hessischem Boden befindet. Im Bereich der Endschlagsiedlung baut das Land eine rund 370 Meter lange Amphibienschutzanlage mit Leitsystemen an beiden Fahrbahnseiten und zehn Kleintiertunneln, die Kröten, Frösche und Molche sicher unter der Straße hindurchführen.
Innerhalb der Ortsdurchfahrt baut die Gemeinde Nieste die sogenannten Nebenanlagen aus. Die Gehwege und Bushaltestellen werden barrierefrei. Der Fußverkehr erhält künftig mehr Platz. An den Straßeneinmündungen entstehen Furten mit taktilen Leitelementen.
Die Gemeinde Nieste hatte die Pläne bei einer Informationsveranstaltung allen interessierten Anwohnern und Anwohnerinnen vorgestellt.
Wie verteilen sich die Baukosten?
Insgesamt hat das Projekt ein Volumen von rund 5,25 Millionen Euro. Das Land Hessen investiert rund 2,75 Millionen Euro in die Erneuerung der Landesstraße und den Bau der Amphibienschutzanlage. Die Kosten für den Ausbau der Nebenanlagen in Höhe von 1,35 Millionen Euro trägt die Gemeinde Nieste. Das Land Hessen unterstützt hierbei die Gemeinde nach dem Mobilitätsfördergesetz mit 537.400 Euro. Der Kostenanteil des Wasserbands Peine liegt bei 1,15 Millionen Euro.
Die Projektbeteiligten bitten um Verständnis für die Baumaßnahme und Rücksicht während der Bauarbeiten und auf den Umleitungsstrecken.