Orangener Unimog von Hessen Mobil mit einem vormontierten Mähgerät mäht hohes Gras am Straßenrand

Nordhessen

Mäharbeiten sorgen für freie Sicht am Straßenrand

Straßenmeistereien von Hessen Mobil suchen Spagat zwischen Verkehrssicherheit und Naturschutz

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Der Wonnemonat Mai ist der Zeitpunkt im Jahr, in dem Natur beginnt, sich rasant zu entwickeln. Im heimischen Garten sowie am Wegesrand fängt das Grün an zu wachsen. Das Schild „Mäharbeiten“ weißt daraufhin: Auch für die Straßenmeistereien von Hessen Mobil ist das die Zeit, in der an den Straßenrändern der Bundes-, Landes- und Kreisstraßen die Mäharbeiten starten.

Nur ist das Gerät am Unimog wesentlich größer als das des Hobbygärtners. Im Mittelpunkt steht bei Hessen Mobil immer die Verkehrssicherheit. Insbesondere an Einmündungen und im Kurvenbereich muss die Sicht frei sein. Aber auch Naturschutz spielt eine wichtige Rolle.

Orangener Unimog von Hessen Mobil mit vormontiertem Mähgerät mäht hohes Gras am Straßenrand

Hessen unterscheidet hierbei zwischen sogenannten Intensiv- und Extensivbereichen. Der Intensivbereich befindet sich unmittelbar neben der Fahrbahn. Hier steht die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden im Vordergrund und es wird schon ab dem Frühjahr gemäht.

„Wir mähen das erste Mal zwischen Mai und Juni und das zweite Mal zwischen August und Oktober. Dabei achteten wir darauf, dass die zeitlichen Abstände möglichst groß sind. Bereiche, die im Frühsommer als letzte dran waren, kommen im Herbst entsprechend spät an die Reihe“ sagt Till Berg, Ingenieur von der Straßenmeisterei Wolfhagen. Die im Jahresverlauf wiederkehrende Mahd hat den Nebeneffekt, dass sich hier im Sommer mitunter eine farbenfroh blühende Pflanzenvielfalt entwickelt.

Im Spätsommer werden die Mäharbeiten auch im Extensivbereich vorgenommen, zu dem die restlichen Grasflächen weiter Abseits des Fahrbahnrandes zählen. Damit die Pflanzen sich dort durch Samen vermehren können, wird hier meist nur alle zwei bis drei Jahre und immer erst spät im Jahresverlauf gemäht.

Orangefarbener Unimog von hessen Mobil von hinten zu shene mit dem auf dem Heck montierten Warnschild Mäharbeiten

Dirk Lünstroth von der Straßenmeisterei Wolfhagen steuert den Unimog mit aufgesetzten Schlegelmähwerken. Heute ist unter anderem auf der Landesstraße L 3214 zwischen Wolfhagen und Nothfelden unterwegs. Das Frontmähwerk verfügt über einen speziellen Taster, der Hindernisse wie Leitpfosten erkennt und überwindet. Doch bevor das Mähwerk zum Einsatz kommt, erfolgt eine Sichtkontrolle des zu mähenden Straßenbereichs. „Denn nicht selten liegt an den Straßenrändern Unrat, den wir zuvor beseitigen müssen, um die Technik nicht zu beschädigen“, so Lünstroth.

Er bittet die Verkehrsteilnehmenden um Rücksichtnahme. „Auch wenn Sie es eilig haben, lieber ein zwei Minuten länger warten, als durch riskante Überholmanöver Leben zu riskieren.“ appelliert der erfahrene Straßenwärter. „Wenn hinter mir die Fahrzeugschlange sehr lang wird“, fahre ich sobald möglich rechts ran und lass den Verkehr vorbei.

 

Orangefarbener Unimog von hessen Mobil mäht mit einem vormontierten Balkenmäher hohes Gras am Straßenrand

Die Straßenmeisterei Wolfhagen

Als eine der 46 Straßenmeistereien von Hessen Mobil betreut die Straßenmeisterei Wolfhagen eine Streckenlänge von 273 km. Aktuell kümmern sich von diesem Standort aus 18 Mitarbeitende um die Bundes-, Landes- und Kreisstraßen, die fast das komplette Wolfhager Land inklusive Schauenburg abdecken. Der Bezirk streckt sich vom Ortseingang von Züschen im Süden bis zur Landessgrenze nördlich von Wettesingen. Der höchste Punkt ist mit knapp 600 Metern über Meereshöhe die Landesstraße am Hohen Gras.

Weitere Straßenmeistereien von Hessen Mobil in Nordhessen, befinden sich in Bad Arolsen, Espenau, Wesertal, Bad Wildungen, Gudensberg, Melsungen, Borken Schwalmstadt, Frankenberg und Korbach.