Der Durchbruch ist geschafft: Mit einem kleinen Festakt feierten am Donnerstag, den 16. April die Mineure gemeinsam mit ihrer Tunnelpatin Daniela Engelhardt den Tunneldurchschlag des Tunnels Kisselhöhe im Zuge der neuen Ortsumgehung von Mörlenbach.
Damit ist die sogenannte Kalotte nun einmal komplett durch die gesamten 500 Meter vom südlichen bis zum nördlichen Tunnelportal durchgebrochen worden und der bergmännische Vortrieb im oberen Drittel des Tunnelquerschnitts beendet. Nun geht es mit dem Vortrieb im Bereich der Strosse und Sohle, also im unteren Teil des Tunnels, weiter.
„Mit dem Tunneldurchschlag sehen wir nicht nur das sprichwörtliche Licht am Ende des Tunnels, sondern haben einen weiteren Meilenstein bei den Bauarbeiten erreicht. Ich danke allen am Bauprojekt Beteiligten, insbesondere den Mineuren, die durch ihre hervorragende Arbeit und Expertise, wortwörtlich Verbindungen schaffen und die Entlastung der Bevölkerung einen weiteren Schritt nähergebracht haben. Ich bin stolz, dieses Projekt als Tunnelpatin begleiten zu dürfen und gemeinsam mit Ihnen dieses Ereignis zu feiern.“ lobte Tunnelpatin Daniela Engelhardt die Mitwirkenden.
Die Tunnelpatin übernimmt während der Bauphase eines Tunnels dessen Patenschaft und ist die irdische Vertreterin der Heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute.
In dieser Funktion trägt sie sinnbildlich die Fürsorge für die Tunnelbauer und die Bauarbeiten. Sie ist die gute Seele der Bauarbeiten und soll allen am Bau Beteiligten Glück bringen. Während der Bauzeit werden die Tunnel mit dem Vornamen der Patin bezeichnet – hier also Daniela-Tunnel.
Die Gesamtfertigstellung des Tunnels Kisselhöhe ist für 2028 geplant.