Mäharbeiten mit Unimog

Zentrale

Hessen Mobil mäht für freie Sicht am Straßenrand

Müll und Gegenstände können große Schäden verursachen

Ab Ende April/Anfang Mai starten die Straßenmeistereien von Hessen Mobil wieder mit den Mäharbeiten an den Straßenrändern, um die hessischen Bundes-, Landes- und Kreisstraßen verkehrssicher zu halten. Denn besonders an Einmündungen oder in Kurven können Gras und Bewuchs die Sicht erheblich einschränken.

Wir bitten die Verkehrsteilnehmenden, besonders vorsichtig zu sein und keine gefährlichen Überholmanöver zu riskieren. Wenn sich hinter unseren Mähfahrzeugen eine Schlange bildet, fahren unsere erfahrenen Kolleginnen und Kollegen sobald wie möglich rechts ran, damit überholt werden kann.

Unterschieden wird zwischen sogenannten Intensiv- und Extensivbereichen. Der Intensivbereich befindet sich unmittelbar neben der Fahrbahn. Hier steht die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden im Vordergrund und es wird schon zwischen April und Juni zum ersten Mal gemäht, ein zweites Mal dann zwischen August und Oktober.

Im sogenannten Extensivbereich, zu dem die restlichen Grasflächen abseits des Fahrbahnrandes zählen, planen wir die Pflege so, dass sich Pflanzen aus Samen vermehren können und Lebensräume erhalten bleiben. Deshalb mähen unsere Meistereien hier meist nur alle zwei bis drei Jahre und immer erst spät im Jahresverlauf.

Gaspatronen und andere Gegenstände können Mähgeräte beschädigen

Vor Beginn der Mähsaison der Bankette startet Hessen Mobil flächendeckend die jährliche Grundreinigung entlang Bundes- und Landesstraßen (sowie je nach Landkreis auch Kreisstraßen). Je nach Abfallaufkommen erfolgt eine weitere flächendeckende Sammlung vor der Herbstmahd. Zusätzlich zu den Großputzaktionen sind die Straßenmeistereien ganzjährig im Rahmen ihrer Streckenkontrollen im Einsatz und entfernen punktuell Müllablagerungen.

Ein neues Problem: Mitarbeitende der Straßenmeistereien finden bei ihren regelmäßigen Reinigungsfahrten entlang von Bundes-, Landes- und Kreisstraßen immer häufiger leere Stahlzylinder von Distickstoffmonoxid (Lachgas). Die weggeworfenen Kartuschen stellen - genau wie andere achtlos weggeworfene, größere und harte Gegenstände - ein erhebliches Sicherheitsrisiko für Mensch und Maschine dar.

Wenn Mähgeräte auf die Metallbehälter treffen, können diese wie Geschosse weggeschleudert werden oder die Maschinen schwer beschädigen. Da es sich um Metallschrott handelt, der oft noch Gasreste enthalten kann, gehört er nicht in den normalen Abfall oder in die Natur, sondern muss aufwendig und teuer als Sondermüll oder Altmetall entsorgt werden.

2000 Tonnen Abfall pro Jahr - Zeit- und Kostenaufwand immens

Rund 2000 Tonnen Abfälle werden in Hessen pro Jahr an Straßen und auf Rastplätzen von Hessen Mobil gesammelt und entsorgt - diese Angabe bezieht sich auf das gesamte von Hessen Mobil betreute Straßennetz außerhalb der Ortslagen (15.200 Kilometer). Davon lagen rund 1/3 illegal „entsorgt“ am Straßenrand, 2/3 des Mülls wurden auf Parkplätzen gesammelt – auch dort vielfach illegal „entsorgt“.

Hessenweit lag der Aufwand zum Einsammeln und Entsorgen der Abfälle 2025 bei ca. 12.600 Arbeitsstunden des eigenen Personals. Der Kostenaufwand liegt bei rund 1,1 Million Euro für Entsorgung und den Einsatz von Fremdfirmen und 1 Million Euro für die Leistungserbringung durch Hessen Mobil.

Kampagne „Sauberhaftes Hessen“

Nicht nur Hessen Mobil thematisiert die Verschmutzung unserer Straßen durch Müll regelmäßig und appelliert an alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer. Die Umweltkampagne "Sauberhaftes Hessen" der Hessischen Landesregierung möchte das Bewusstsein für eine saubere Landschaft schärfen und über das richtige Verhalten aufklären.

Plakate, Anzeigen, Broschüren und eine Internetpräsentation werben für Sauberkeit auf öffentlichen Wegen und Plätzen, in Parks und Wäldern. Es werden Sammelaktionen für Schulklassen, Vereine und Gruppen initiiert, damit möglichst viele Bürger durch aktives Sammeln von Abfällen das Problem hautnah erleben und anderen Mitbürgern zeigen, dass etwas gegen die Vermüllung getan werden muss.

Falls Sie sich gerne weiter informieren möchten, auf der Internetseite www.sauberhaftes-hessen.deÖffnet sich in einem neuen Fenster finden Sie alle Details zur Kampagne.

Afrikanische Schweinepest

Müll am Straßenrand und auf Parkplätzen, vor allen Dingen Essenreste, locken außerdem Wildschweine an, die mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infiziert sein können. Das Land Hessen hat dazu eine eigene Informationsseite eingerichtet: www.schweinepest.hessen.deÖffnet sich in einem neuen Fenster

Schlagworte zum Thema