Offizieller Spatenstich der Ortsumgehung Dornheim

Hessisches Verkehrsministerium

Ortsumgehung Dornheim verringert Durchgangsverkehr um rund 60 Prozent

Feierlicher Baubeginn für die neue B 44-Ortsumgehung Groß-Gerau/Dornheim

Am heutigen Donnerstag setzten Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister und stellvertretender Ministerpräsident Kaweh Mansoori, der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Ulrich Lange, und Hessen-Mobil-Präsident Heiko Durth den ersten Spatenstich zum Bau der neuen B-44-Ortsumgehung Groß-Gerau/Dornheim. 

Diese führt den Verkehr künftig westlich am Groß-Gerauer Stadtteil Dornheim vorbei. Die Verkehrsfreigabe ist für Ende 2029 geplant.

Ulrich Lange am Rednerpult

„Wenn wir überregionale Verkehrswege sichern, haben wir zugleich die Menschen im Blick, die entlang dieser Strecken leben. Dafür braucht Hessen eine Verkehrsinfrastruktur, die zu unserem Land passt. Wir haben starke Wirtschaftszentren, eng verflochtene Regionen und einen ländlichen Raum, der gut an die Städte angebunden sein muss. Die Ortsumgehung Dornheim setzt unseren Anspruch um. Wir verbessern damit die Verbindung zwischen Rhein-Main und Rhein-Neckar und entlasten die Menschen im Ort vom Durchgangsverkehr. Damit schaffen wir mehr Ruhe und Sicherheit für alle, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind“, sagte Verkehrsminister Mansoori.

Derzeit fahren täglich rund 15.000 Fahrzeuge durch Dornheim, darunter auch ein hoher Anteil an Schwerverkehr. Die neue Ortsumgehung wird die Ortsdurchfahrt deutlich von diesem Durchgangsverkehr entlasten: Nach Fertigstellung wird die Verkehrsbelastung dort um rund 60 Prozent zurückgehen.

„Der Bund investiert rund 36 Millionen Euro in den Neubau der Ortsumgehung. Damit stärken wir die B 44 als überregionale Verbindung, die dann zwischen der B 47 im Süden und Groß-Gerau im Norden frei von Ortsdurchfahrten wird. Hierdurch erhöhen wir die Verkehrssicherheit und Leistungsfähigkeit der B 44 “, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär Ulrich Lange.

Kaweh Mansoori am Rednerpult

Drei neue Knotenpunkte und eine Unterführung   

„Der heutige Spatenstich ist der Startschuss für eine anspruchsvolle, rund 5,1 Kilometer lange Neubaustrecke. Mit drei neuen Knotenpunkten und der Unterführung an der Taunusstraße schaffen wir eine sichere Anbindung und erhalten zugleich die Radwegeverbindung zwischen Dornheim und Wallerstädten. Ich danke allen, die die Planung und die umfangreichen Vorarbeiten möglich gemacht haben“, so Heiko Durth, Präsident von Hessen Mobil.

Die Ortsumgehung beginnt rund 700 Meter nördlich der Ortslage und verläuft in einem Bogen westlich an Dornheim vorbei. Drei neue Knotenpunkte binden die Ortsdurchfahrt und ländliche Wege im Norden, die Kreisstraße K 157 in der Mitte sowie die B 26 und die Landesstraße L 3096 im Süden an. An der Taunusstraße entsteht eine Unterführung. Damit bleibt die Verbindung der regionalen Radroute 27 zwischen Dornheim und Wallerstädten erhalten.

Bei der Planung wurde auch der Grundwasserschutz berücksichtigt: Die Trasse liegt in einer Wasserschutzzone und wird deshalb in Dammlage geführt. Das Straßenwasser wird über hochgelegte Mulden abgeleitet und mit ausreichendem Abstand zum Grundwasser versickert.

Hintergrund

Mit der Verkehrsfreigabe soll die bisherige B 44 in der Ortslage abgestuft werden. Zudem wird ein rund 1,8 Kilometer langer Abschnitt der alten Bundesstraße südlich von Dornheim zurückgebaut. Die Verkehrsfreigabe der Ortsumgehung ist geplant für Ende 2029. Die Gesamtkosten für die Ortsumgehung belaufen sich auf rund 36 Millionen Euro brutto. Die Bundesrepublik Deutschland trägt als Baulastträger der Bundesstraße die Kosten.

Pressekontakt

Dunja Fioriti

Dunja Fioriti

Regionalbüro Südhessen

Zuständigkeit:

  • Kreis Bergstraße
  • Landkreis Darmstadt-Dieburg
  • Kreis Groß-Gerau
  • Odenwaldkreis
  • Wissenschaftsstadt Darmstadt