Straßentunnel sind für viele Menschen in Hessen Teil der täglichen Mobilität. Gleichzeitig bleibt das, was einen Tunnel sicher macht, im Alltag oft unsichtbar: Überwachung, Wartung, moderne Technik und klare Abläufe für Störungen und Notfälle. Mit der Themenwoche „Unsere Tunnel in Hessen“ macht Hessen Mobil diese Arbeit sichtbar und zeigt einer breiteren Öffentlichkeit, wie Tunnel in Hessen geplant, gebaut und betrieben werden. Auch der Frage, wie Verkehrsteilnehmende selbst dazu beitragen können, sicher im Tunnel unterwegs zu sein, wird im Rahmen der Themenwoche auf den Grund gegangen.
In Hessen betreibt und betreut Hessen Mobil derzeit Straßentunnel mit einer Gesamtlänge von rund 3.700 Metern. Dabei handelt es sich um acht Tunnel im Zuge von Bundes- und Landesstraßen, die in Nieder-Ramstadt, Dillenburg, Oberrieden, Oberursel, Limburg an der Lahn, Wetzlar-Dalheim, Hirschhorn (Neckar) und Weilburg liegen. Nach der Fertigstellung der Ortsumgehung Mörlenbach werden zwei weitere Tunnel hinzukommen, die derzeit gebaut werden. Wartungen, Prüfungen und zeitweise Sperrungen sind dabei ein fester Bestandteil des Sicherheitskonzepts: Nur wenn Technik, Ausstattung und Abläufe regelmäßig überprüft, gereinigt und auf den neuesten Stand gebracht werden, bleibt der Verkehr in den Tunneln sicher.
Tunnelleitzentrale in Eschwege als Herzstück der Tunnelsicherheit
Ein zentrales Element für die Sicherheit in Hessens Tunneln ist die Tunnelleitzentrale Hessen (TLZ) in Eschwege. Sie wird von Hessen Mobil in Zusammenarbeit mit dem Werra-Meißner-Kreis im dortigen Gefahrenabwehrzentrum betrieben. Rund um die Uhr überwacht die TLZ die Sicherheitssysteme der Straßentunnel, z. B. in den Bereichen CO-Messung, Licht und Lüftungen bis hin zu Kameras, Brandmelde- und Notruftechnik.
Im Ernstfall steuert die TLZ das Notfallmanagement: Sie kann Tunnel sperren, Einsatzkräfte alarmieren und Verkehrsteilnehmende gezielt informieren. So greifen Technik, klare Abläufe und die Zusammenarbeit mit den Rettungsdiensten ineinander.
„Sicherheit und Schutz der Menschen stehen in unseren Tunneln an erster Stelle. Deshalb setzen wir auf modernste Technik und eine zentrale Tunnelleitzentrale, die Notfälle sofort erkennt und die richtigen Schritte einleitet“, erläutert Heiko Durth, Präsident von Hessen Mobil. „Aber auch Verkehrsteilnehmende können viel zu sicheren Tunneln beitragen, wenn sie aufmerksam fahren und im Ernstfall die einfachen Regeln im Tunnel beherzigen.“