Schneepflugweltmeisterschaft in Frankreich

Zentrale

Weltmeisterschaft im Schneepflugfahren

Michael Wilhelmi von Hessen Mobil erreicht Platz 6 im weltweiten Vergleich

Michael Wilhelmi, amtierender Deutscher Meister und Hessen Mobil-Mitarbeiter der Straßenmeisterei Oberweyer (Landkreis Limburg-Weilburg), hat gemeinsam mit seinem Ersatzfahrer Lukas Kniesner (ebenfalls Straßenmeisterei Oberweyer) bei der Weltmeisterschaft im Schneepflugfahren den sechsten Platz erreicht. Der Sieg ging an Bojan Križman aus Slowenien.

Nach dem Finale in Chambéry, Frankreich, sagte Michael Wilhelmi: „Natürlich hätte ich mir einen Platz auf dem Treppchen gewünscht und ärgere mich ein bisschen über die Fehler, die ich auf der Strecke gefahren habe, aber ich bin trotzdem sehr stolz. Das Gefühl für Deutschland anzutreten war super und auch das Team, mit dem ich hier bin, stand voll hinter mir.“

Hessen Mobil-Präsident Heiko Durth sendete herzliche Grüße aus Hessen an Michael Wilhelmi und Lukas Kniesner: „Im Namen aller Kolleginnen und Kollegen gratuliere ich Ihnen herzlich zum sechsten Platz bei den Weltmeisterschaften im Schneepflugfahren. Wir sind stolz auf Ihre großartige Leistung, die zeigt, wie professionell und mit welcher Leidenschaft Sie Ihrem Job bei Hessen Mobil nachgehen. Unsere Glückwünsche gehen natürlich auch an unsere Kolleginnen Anne Kuhne und Petra Iffland, die das zweite hessische Team gebildet haben, und an das Siegerteam aus Slowenien.“

Bei blauem Himmel und Sonne begann am Donnerstag, den 12. März, das Finale bei der Weltmeisterschaft im Schneepflugfahren im südfranzösischen Chambéry. Bereits zum 5. Mal traten die weltweit besten Schneepflugfahrenden gegeneinander an. Insgesamt fuhren 36 Teams aus 12 Ländern, unter anderem aus Kanada, Korea, Kazakhstan, Ungarn und natürlich war auch Deutschland mit von der Partie.

Die Deutschen Teams

Mit insgesamt vier deutschen Teams, zwei davon aus Hessen, ging es am Mittwoch ins Qualifying. Auf zwei Strecken müssen die Fahrer und Fahrerinnen erst im LKW und dann im Unimog ihr Können beweisen. Diesmal wurden besonders Frauen aufgefordert, ebenfalls für ihr Land ins Rennen zu gehen. Insgesamt haben sich drei Frauenteams gemeldet, eins davon auch von Hessen Mobil.

Für Anne Kuhne (Straßenmeisterei Friedberg, Hauptfahrerin) und Petra Iffland (Straßenmeisterei Gudensberg, Ersatzfahrerin) hat es zwar nicht für den Finaleinzug gereicht, trotzdem sind sie froh dabei gewesen zu sein.

Ebenfalls für Deutschland angetreten sind zwei Teams aus Rheinland-Pfalz. Zum einen Matthias Rudolph mit Ersatzfahrer Luca Assenmacher (beide Autobahnmeisterei Emmelshausen), sowie Mark Bell mit seinem Vertreter Ron Hammer (beide Straßenmeisterei Bingen, Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz). Da im Finale nur der/die jeweils beste Fahrer oder Fahrerin aus jedem Land antreten durfte, haben es diese beiden Teams nicht ins Finale geschafft.

Michael Wilhelmi und Lukas Kniesner erreichten in den Qualifizierungsrunden einen starken vierten Platz. Bis zum Erstplatzierten fehlten nur 11 Punkte. Damit hatten sie sich für das Finale qualifiziert.

Zum Hintergrund

Alle vier Jahre richtet die Internationale Weltstraßenorganisation „PIARC – World Road Association“ eine Weltmeisterschaft im Schneepflugfahren aus, dieses Jahr im Rahmen des Weltkongresses für Winterdienst in Chambéry.

Die erste Schneepflug-Weltmeisterschaft wurde 2010 in Kanada-Quebec ausgetragen. Deutschland war damals noch nicht vertreten und nahm erst in Danzig im Jahr 2018 teil. Zur Vorbereitung auf diese Teilnahme wurden 2017 erstmals Deutsche Meisterschaften im Schneepflugfahren veranstaltet. Die zweite Deutsche Meisterschaft wurde 2019 von Hessen Mobil in Gudensberg organisiert. Seitdem finden die Meisterschaften alle zwei Jahre statt, mit einer Coronapause im Jahr 2021.

Die Meisterschaften im Schneepflugfahren zeigen, wie schwierig es im Alltag für die Mitarbeitenden im Winterdienst sein kann. Die Übungen im Parcours sind den täglichen Aufgaben im Winterdienst nachempfunden: enge Ortsdurchfahrten, die ein präzises Manövrieren erfordern, wenig Sicht durch den großen Pflug und trotzdem müssen Hindernisse umfahren und große Lasten millimetergenau bewegt werden. Und das alles unter Zeitdruck, denn die Straßen sollen natürlich so schnell wie möglich vom Schnee befreit werden. 

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